LANDKREIS LUDWIGSLUST-PARCHIM

Schon 18 Corona-Infizierte nach „Pullerparty”

Mit Spannung werden am Montag die Ergebnisse von Corona-Tests im Landkreis Ludwigslust-Parchim erwartet. Dort hatte eine Party bei Hagenow ein großes Infektionsgeschehen verursacht.
Im Landkreis Ludwigslust-Parchim werden über 100 Kontaktpersonen auf das Coronavirus getestet.
Im Landkreis Ludwigslust-Parchim werden über 100 Kontaktpersonen auf das Coronavirus getestet. ROBERT MICHAEL
Ludwigslust.

Eine Familienfeier in einem kleinen Ort bei Hagenow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hat zu einem der größten Corona-Ausbrüche in Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen Wochen geführt. Mittlerweile hat das Gesundheitsamt des Landkreises Ludwigslust-Parchim 18 Infizierte registriert. Tendenz steigend. Für Montagnachmittag hat der Landkreis die Ergebnisse von weiteren Tests angekündigt. Teilweise werden Personen auch bereits ein zweites Mal getestet.

Baby-Begrüßungsparty mit mehr als 35 Personen

Ursprung des Infektionsgeschehens war eine Baby-Begrüßungsparty (im Volksmund auch „Pullerparty” genannt) mit mehr als 35 Personen am 25. Juli. Diese Feier hatte zum größten Teil im Freien stattgefunden, wegen des unbeständigen Wetters war aber auch zwischenzeitlich in einer Garage weiter gefeiert worden. Nach Informationen des Nordkurier habe sich dann am Dienstag, 28. Juli, ein Gast Feier krank gefühlt – die Person ließ sich auf Corona testen. Das Ergebnis war positiv.

Fast 200 Kontaktpersonen in Quarantäne

Anschließend, so ein Sprecher des Landkreises, sei eine große Maschinerie im Gesundheitsamt angelaufen. Zehn Mitarbeiter hätten mittlerweile mehr fast 200 Kontaktpersonen der Partygäste ermittelt und diese in häusliche Quarantäne versetzt. Damit aber ist die Infektionskette offenbar noch lange nicht vollständig: Noch immer arbeiten die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes daran, mögliche weitere Kontaktpersonen zu registrieren.

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Kommentare (3)

Nadenn, ich hoffe die Party war so gut dass es sich gelohnt hat!
Es tut mir sehr leid für die Eltern, das haben sie sicherlich nicht gewollt. Und es hätte genausogut auch irgendeine andere Gruppe treffen können. Hoffen wir, dass alle Beteiligten schnell genesen und dass es allen anderen eine Warnung ist: die unbequemen Regeln sind nicht zum Spaß erlassen worden.

...aber bei möglicher Symptomfreiheit trotz Infektion, kann dies tatsächlich immer und überall passieren. Man kann eigentlich niemandem einen Vorwurf machen. Die Leute sitzen unter zahlreichen Fremden in Gaststätten, stehen zwischen Menschenschlangen beim Einkaufen u.s.w. Jetzt sind ja auch die Schulen wieder zu tollen Verteilerzentren geworden. Aber wie soll es anders gehen? Das Risiko bleibt!

Z.B. in Essen waren bei einer Clan-Beerdigung 750 Leute. Die Polizei war dabei und hat es laufen lassen, zu lesen war, aus Respekt. Also für die gelten die Corona-Vorschriften nicht ? Da muss man sich nicht wundern, das sich viele nicht mehr an die Vorschriften halten.