CORONA-FÄLLE AUF USEDOM

Quarantäne für Pfleger und Kontaktpersonen angeordnet

In einem Pflegeheim in Ahlbeck haben sich mehrere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald mahnt zur Einhaltung der Quarantäne und räumt mit einem Gerücht auf.
Das Pflegeheim in Ahlbeck auf Usedom wurde evakuiert.
Das Pflegeheim in Ahlbeck auf Usedom wurde evakuiert. ZVG
Ahlbeck.

Nachdem sich in einer Pflegeeinrichtung in Ahlbeck auf Usedom mehrere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt hatten, hat das Gesundheitsamt des Kreises Vorpommern-Greifswald für sämtliche positiv getesteten Bewohner, Mitarbeiter und deren Kontaktpersonen eine 14-tägige Quarantäne angeordnet.

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„Nach Befragungen des Gesundheitsamtes sind alle Pflegekräfte, die räumlich als auch zeitlich Kontakt mit dem infizierten Patienten haben könnten, in häuslicher Quarantäne. Unser Gesundheitsamt hat die Personendaten an die Gemeinde übermittelt und die betroffenen Pflegekräfte informiert“, sagte Dietger Wille, Leiter des Verwaltungsstabes und stellvertretender Landrat, die aktuelle Verfahrensweise. Laut Wille befand sich der Landkreis dabei in enger Abstimmung mit der betroffenen Gemeinde und hat alle notwendigen Maßnahmen ergriffen.

„Die Lage ist ernst.”

„Auch heute sind unsere Kollegen des Landkreises wieder auf Usedom unterwegs, um noch offene Fragen zu klären. Für uns steht der Schutz unserer Einwohner an oberster Stelle und bestimmt das tägliche Handeln des Verwaltungsstabs in dieser schwierigen Zeit“, erklärt Landrat Michael Sack. Obwohl der Landkreis fast täglich auf verschiedenen Kommunikationskanälen an die Bevölkerung appelliere, sich an die vorgegebenen Maßnahmen zu halten, habe er den Eindruck, dass Einige den Ernst der Situation noch nicht erkennen.

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„Die Lage ist ernst. Jeden Tag müssen wir darum kämpfen, dass das Virus sich nicht weiterverbreitet. Dies kann uns aber nur gelingen, wenn wir zusammenhalten und diese Herausforderung gemeinsam angehen“, betonte Michael Sack.

Verstöße gegen Quarantäne sind Straftat

Der Landkreis weist darauf hin, dass Verstöße gegen die angeordneten Quarantäne-Maßnahmen eine Straftat und eine Gefahr für die Gesundheit anderer Menschen darstellen.

Gerüchte, nach denen der Lieferservice der betroffenen Einrichtung einen Kindergarten mit Essen versorgt habe, entsprechen derweil nicht den Tatsachen, betonte der Landkreis. Die Küche für die Essensversorgung von pflegebedürftigen Menschen befinde sich separat und mit einem getrennten Eingang im Gebäude. Überdies habe der Landkreis verfügt, dass die Küche geschlossen und die dort beschäftigten Personen ebenfalls getestet wurden.

„Wir alle müssen in dieser Situation räumliche Distanz waren, Familienbesuche und Feiern einfach weiter nach hinten verschieben. Alle Menschen in unserer Bevölkerung müssen jetzt aufeinander Acht geben, sonst werden wir diesen wichtigen Kampf gegen das Virus nicht gewinnen können“, betonte Landrat Michael Sack.

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