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Ermittlungen

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Mutter und Vater schweigen nach Tod von Dreijähriger

Das Kind starb an den Folgen von großflächigen Verbrühungen.
Das Kind starb an den Folgen von großflächigen Verbrühungen.

Die Ermittler sind nach dem Verbrühungs-Tod der kleinen Emma in Wolgast weiter auf der Suche nach den genauen Umständen. Noch sind viele Details zu klären.

Nach dem Verbrühungs-Tod der kleinen Emma aus Wolgast will sich die Mutter derzeit nicht zu näheren Details der Todesumstände äußern. Als Beschuldigte habe die 27-Jährige von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Sascha Ott am Mittwoch. Auch der Vater, der zum Todeszeitpunkt nicht zu Hause war, äußere sich derzeit nicht.

Die Mutter hatte früheren Polizeiangaben zufolge angegeben, ihr Kind am Donnerstagabend in ein Erkältungsbad gesetzt und es danach ins Bett gelegt zu haben. Dort habe sie das Mädchen am Freitagmorgen tot gefunden. Eine Obduktion ergab, dass das Kind an den Folgen von großflächigen Verbrühungen starb.

Reichen Wassertemperaturen in der Wohnung für Verbrühungs-Tod?

Die Mutter habe aber über ihren Anwalt Kooperationsbereitschaft signalisiert, um zur Aufklärung beizutragen, sagte Ott. Die Staatsanwaltschaft will nun einen sachverständigen Zeugen beauftragen. Ersten Messungen zufolge komme das Warmwasser mit 57 Grad Celsius aus dem Wasserhahn in der Wohnung, in der das Kind starb.

Mit der fachlichen Expertise wolle man unter anderem Klarheit darüber erlangen, ob diese Temperaturen ausreichend sind für einen Verbrühungs-Tod oder ob eventuell noch heißeres Wasser hinzugegeben wurde.

Wie Ott betonte, ermittelt die Staatsanwaltschaft in alle Richtungen – von einem tragischen Unglücksfall bis zur vorsätzlichen Körperverletzung mit Todesfolge. Zudem müsse geklärt werden, warum die Mutter nicht einen Arzt gerufen habe, als sie die Verbrühungen festgestellt habe. Das Jugendamt sieht derweil keine Versäumnisse.