MILLIARDEN-AUFTRAG

Lässt Toshiba Hybrid-Loks in Rostock bauen?

Rostock und Kiel konkurrieren um ein Großprojekt des japanischen Elektronik-Konzerns Toshiba. Ist nun die Entscheidung für einen Werks-Standort gefallen?
Anna-Christina Bytom Anna-Christina Bytom
Will der japanische Elektronik-Konzern Toshiba ein neues Werk für die Fertigung hochmoderner Speicher-Hybrid-Lokomotiven in Rostock bauen?
Will der japanische Elektronik-Konzern Toshiba ein neues Werk für die Fertigung hochmoderner Speicher-Hybrid-Lokomotiven in Rostock bauen? Christopher Jue
Rostock.

Will der japanische Elektronik-Konzern Toshiba ein neues Werk für die Fertigung hochmoderner Speicher-Hybrid-Lokomotiven in Rostock bauen? Laut eines Berichts der Ostsee-Zeitung soll der größte Teil des möglichen Milliarden-Auftrags an die Warnow gehen. Zuvor hatten die Kieler Nachrichten allerdings berichtet, der Auftrag gehe in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt.

Demnach werde es zwar auch im DB-Bahnwerk Rostock eine Montage geben, Schwerpunkt der Fertigung solle jedoch in Kiel sein. „Wir haben andere Informationen. Beide Städte bekommen von dem ,Kuchen‘ etwas ab – aber Kiel wird definitiv nicht der Haupt-Produktionsstandort sein“, zitiert die Ostsee-Zeitung Christian Weiß, Chef des Wirtschaftsförderers Rostock Business.

Der Zeitung zufolge soll in Düsseldorf an der Elektrik geforscht werden, in Tokio an der Hybrid-Technologie und in Kiel an den Bahn-Komponenten. Die ersten sechs Prototypen der Toshiba-Lok sollen ebenfalls aus Schleswig-Holstein kommen. Die Endfertigung von 94 weiteren Loks werde allerdings in Rostock stattfinden. Die offizielle Entscheidung über die Standorte soll Anfang der Woche bekannt gegeben werden.

Die Hybrid-Loks sind in Japan bereits unterwegs. Diese Kurzstrecken- und Güterloks verfügen über besonders leistungsstarke Akkus, die nicht nur per Oberleitung oder Dieselmotor aufgeladen werden können, sondern auch über die Umwandlung von Bremsenergie.

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