ARD-TAGESTHEMEN

Krebskranke Schwesig über ihr Corona-Risiko

Ihre eigene Krebserkrankung und das Coronavirus: MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat am Sonntagabend in den Tagesthemen ehrliche Antworten gegeben.
Keine Zeit für Picknicks: MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig findet in einem TV-Interview deutliche Worte.
Keine Zeit für Picknicks: MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig findet in einem TV-Interview deutliche Worte. Jens Büttner
Schwerin.

Als Krebspatientin lebt Manuela Schwesig mit dem erhöhten Risiko, dass eine Infizierung mit dem Cornavirus bei ihr gesundheitlich sehr gefährlich werden könnte. Das weiß die Ministerpräsidentin und hält sich nach eigenen Worten – auch unabhängig von Corona – an wichtige präventive Regeln. Als Beispiel nannte Schwesig in einem Interview mit den ARD-Tagesthemen am Sonntagabend das „Knuddelverbot”, das sie bereits vor einem halben Jahr – unmittelbar nachdem sie ihre Krebserkrankung öffentlich gemacht hatte – ausrief und das sie nach eigenen Worten strikt einhält.

Immunsystem bei Schwesig gestärkt

Erstmals gab Schwesig vor einem Millionenpublikum Einblick in ihren aktuellen Gesundheitszustand. „Meine Krebstherapie ist weit fortgeschritten, mein Immunsystem schon wesentlich kräftiger als vor ein paar Wochen”, zeigte sich die 44-Jährige für den weiteren Behandlungsverlauf optimistisch.

Gleichzeitig verteidigte die MV-Ministerpräsidentin das strenge Einreiseverbot, das Mecklenburg-Vorpommern ausgesprochen hat. „Ich warne alle davor, zu Ostern quer durch Deutschland zu reisen. Damit würden alle gefährdet. Es ist jetzt nicht die Zeit für Picknicks”, fand Schwesig deutlich Worte. „Wir können in MV nicht alle Kitas und Schulen schließen, während gleichzeitig Touristen durch unser Land zu privaten Zwecken reisen.”

Scharfe Kritik an Österreich

In dem Interview räumte Schwesig ein, dass das Gesundheitssystem in MV in Zeiten dieser Corona-Pandemie für die heimische Bevölkerung plus zusätzliche Touristen nicht ausgelegt sei. In dem Zusammenhang übte die MV-Regierungschefin scharfe Kritik an Österreich. „Dort hat man erst ans Geld verdienen gedacht und dann an die Gesundheit. Wir in MV machen es anders. Wir denken erst an die Gesundheit und dann ans Geld verdienen. Auch wenn uns das Herz blutet, wenn wir in MV Gäste und Urlauber nach Hause schicken mussten.” Aber die Gesundheit unserer Bürger stehe über allem.

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Kommentare (1)

ist eine Schwäche. Und nicht etwa eine Stärke, wie man meinen könnte.