CORONA-KRISE

Können Kitas Kinder mit leichtem Husten und Halsweh abweisen?

Ab dem 1. August sollen Kitas in MV wieder im Normalbetrieb laufen. Doch können auch Kinder mit Schnupfen betreut werden? Welche Symptome führen zum Ausschluss?
dpa
Wie krank darf ein Kind sein, das in die Kita geht?
Wie krank darf ein Kind sein, das in die Kita geht? Jens Büttner
Schwerin.

Kinder mit leichtem Husten, Halsschmerzen oder erhöhter Temperatur können mit der Rückkehr der Kitas zum Normalbetrieb ab 1. August ohne Einschränkungen betreut werden. Sie dürfen nicht mit Verweis auf die Covid-19-Pandemie nach Hause geschickt werden. „Allgemeine, unspezifische Symptome bei Kindern sind kein Ausschlussgrund für die Betreuung in einer Kita”, stellte Staatssekretär Nikolaus Voss (SPD) am Freitag in Schwerin klar. Zu solchen Symptomen gehörten auch Schnupfen oder Bindehautentzündung.

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Nähmen die Beschwerden des Kindes aber zu, wäre eine Betreuung nicht mehr möglich, so Voss weiter. „Wer aber nach 24 Stunden symptomfrei ist, kann wieder die Einrichtung besuchen.” Ein ärztliches Attest sei nicht erforderlich. Auch bei chronischen Symptomen bestünden keine Bedenken.

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Empfehlungen für Eltern und Erzieher

Das Sozialministerium veröffentlichte am Freitag auf seiner Internetseite Empfehlungen, wie Eltern und Erzieher mit bestimmten Symptomen bei Kita- und Schulkindern umgehen sollten. Dort heißt es etwa, dass kleine Kinder mit mehr als 38,5 Grad Temperatur und Schulkinder mit mehr als 38 Grad Temperatur nicht betreut werden dürfen. Auch Husten, eine Störung des Geschmacks- und Geruchssinns sowie Schnupfen in Verbindung mit anderen Erkältungssymptomen seien Ausschlussgründe, weil eine Covid-19-Erkrankung vorliegen könne. Wer Symptome aufweist und in den zwei Wochen davor Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatte oder in einem Risikogebiet war, muss dem Papier zufolge ebenfalls zu Hause bleiben.

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„Wir wollen den Eltern und Einrichtungsleitungen mehr Sicherheit im Umgang mit bestimmten Symptomen geben”, begründete Voss die Empfehlungen. „Denn ein kleiner Schupfen darf nicht dazu führen, dass Familien die Förderung und Betreuung in Krippen, Kindergärten und Horten nicht in Anspruch nehmen können.”

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Die Kitas und Horte werden in Mecklenburg-Vorpommern vom 1. August an wieder völlig normal geöffnet. Zuletzt wurden zwar alle Kita-Kinder wieder betreut, doch gab es noch bestimmte Einschränkungen. So sollten die Gruppen nach Möglichkeit keinen Kontakt miteinander haben. Am 3. August beginnt dann nach den Sommerferien die Schule. Dort soll wieder täglicher Unterricht stattfinden.

Das Sozialministerium veröffentlichte am Freitag (24.Juli 2020) auf seiner Internetseite folgende Empfehlungen, wie Eltern und Erzieher mit bestimmten Symptomen bei Kita- und Schulkindern umgehen sollten.

 

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Kommentare (3)

... zwingend notwendig, absolut. Wer etwas Anderes will spielt mit der Gesundheit der Bürger.

... dass Panik und Hysterie dem gesunden Menschenverstand und der Vernunft weichen muss. Angst ist kein guter Rategeber.

Schon vor Corona habe ich mich doch sehr über die laxe Handhabung bei Krankheit gewundert.
Wenn eines meiner Kinder krank ist, dann bleibt es Zuhause.
Viele Eltern, auch nicht berufstätige, geben ihre Kinder auch gerne mit Restschnupfen in die Einrichtungen.
Finde ich sehr egoistisch.