VOM BUND

Knapp 10 Millionen Euro für Schüler-Laptops in MV

Fast 10 Millionen Euro werden in MV in neue Laptops investiert. Sie sollen Schülern geliehen werden, für die Online-Unterricht in der Corona-Krise aus Mangel an Geräten bisher nicht möglich war.
dpa
Mit 9,9 Millionen Euro will der Bund Leih-Laptops für Schulunterricht von Zuhause finanzieren.
Mit 9,9 Millionen Euro will der Bund Leih-Laptops für Schulunterricht von Zuhause finanzieren. Stefan Puchner
Wismar.

Für die Ausstattung von Schulen mit Laptops, Notebooks und Tablets erhält Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Wismarer SPD-Bundestagsabgeordneten Frank Junge 9,9 Millionen Euro. Bund und Länder haben die dafür notwendige Zusatzvereinbarung zum Digitalpakt Schule auf den Weg gebracht, wie er am Freitag mitteilte. Insgesamt stünden 500 Millionen Euro für das Sofortausstattungsprogramm bereit.

Geldbeutel der Eltern soll nicht über digitalen Fernunterricht entscheiden

Die Geräte sollen an Schüler ausgeliehen werden, für die Online-Unterricht in der Corona-Krise aus Mangel an Geräten bislang nicht möglich war. „Es darf nicht der Geldbeutel der Eltern darüber entscheiden, ob Schülerinnen und Schüler am digitalen Fernunterricht teilhaben können. Das ist eine entscheidende soziale Frage”, sagte Junge.

Die Technik soll je nach Landesregelung von den Ländern oder den Schulträgern beschafft werden. Wenn kein Internetanschluss vorhanden sei, solle dafür gemeinsam mit Mobilfunkanbietern eine Lösung gesucht werden.

Das Land Brandenburg erhält rund fünf Millionen Euro mehr als Mecklenburg-Vorpommern.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Wismar

Kommende Events in Wismar (Anzeige)

zur Homepage

Kommentare (5)

Auf jeden Fall notwendig und eine gute Sache, wenn es denn auch alle bekommen, wo es dringend ist. Allerdings Erziehungsauftrag plus Bildungsauftrag.....da denke ich, werden einige Eltern extrem überfordert sein. Denn was nützt mir der Zugang zum Internet, wenn das
Kind niemanden hat, der vorab den Unterrichtsstoff mit ihm erarbeitet. Sicher bekomme ich Antworten im Internet, aber ich muss auch die richtigen Fragen stellen. Und da sieht es doch gerade bei den Kleineren noch nicht so gut aus.
Soll der Lehrer überflüssig gemacht werden?

Man denkt wirklich mit mehr IT mehr Bildung vermitteln zu können. Wenn es nicht klappt, liegt es wahrscheinlich an der Technik. Ich würde mal provokant fragen, ob die Lehrer denken, daß mit mehr Klicken mehr Wissen vermittelt werden kann. Nein. Interessanter Unterricht und kluges Beibringen fördert die Schüler, auch in Corona-Zeiten - unabhängig wie. Im Übrigen befördert sowas die Neiddebatte. Für mich ist das Schaufensterpolitik.

👍

"Wenn kein Internetanschluss vorhanden sei, solle dafür gemeinsam mit Mobilfunkanbietern eine Lösung gesucht werden."

Schulen bekommen funktionierende Toiletten und Waschbecken. Jetzt gibt es auch noch Computer für die Schüler. Es dauert nicht mehr lange und die Politiker werden bemerken, dass man auch Lehrer für die Bildung braucht. Kein Wunder das Frau Schwesig in eigener Sache nicht auf staatliche Schulen vertraut.
Es erinnert mich an den Großbrand in Lübtheen 2019. Dort kämpften Feuerwehren mit DDR-Technik gegen den Brand. Kurze Zeit später sprang Herr Caffier von einem neuen Feuerwehrauto auf das nächste.