NACH TOD VON LEONIE

Kinderschutzhotline soll bekannter werden

Der Tod der kleinen Leonie in Torgelow zeigt laut Verein Deutsche Kinderhilfe, dass die Kinderschutzhotline kein Allheilmittel ist. Dennoch habe sie Einiges bewirkt.
dpa
Nach dem Tod der sechsjährigen Leonie in Torgelow will der Verein Deutsche Kinderhilfe die Kinderschutzhotline bekannter machen.
Nach dem Tod der sechsjährigen Leonie in Torgelow will der Verein Deutsche Kinderhilfe die Kinderschutzhotline bekannter machen. Tilo Wallrodt
Torgelow.

Nach dem Tod der sechsjährigen Leonie in Torgelow will der Verein Deutsche Kinderhilfe die Kinderschutzhotline bekannter machen. Leonies Tod zeige, dass die rund um die Uhr erreichbare Hotline kein Allheilmittel sei, sagte der Vorstandsvorsitzende Rainer Becker am Donnerstag. Aber sie erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass gefährdete Kinder eher erkannt und aus bedrohlichen Situationen herausgeholt würden.

Die Kinderschutzhotline gibt es seit elf Jahren. Seitdem habe sich die Zahl von in Obhut genommenen Kindern fast verdoppelt. Man wolle am Dienstag in Greifswald 1000 Schlüsselanhänger mit der Hotline-Nummer 0800 1414 007 an Landrat Michael Sack (CDU) übergeben, kündigte Becker an. Sack will Erzieher und Tagespfleger im Landkreis im besseren Erkennen von Spuren und Hinweisen auf eine Kindeswohlgefährdung qualifizieren lassen.

Die kleine Leonie war Mitte Januar in der Wohnung ihrer Familie ums Leben gekommen. Der Stiefvater soll das Mädchen misshandelt und keine Hilfe geholt haben, so dass es an seinen Verletzungen starb.

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