TIER-SCHICKSAL

Hunde-Welpe Marley braucht dringend Hilfe

Die Diagnose des Tierarztes ist düster, die angekündigte Rechnung des Chirurgen ein Schock. Doch Hunde-Besitzerin Anni Siegert will und kann nicht aufgeben, sondern hofft auf Spenden, um Marley zu retten.
Anni Siegert und ihr Hund Marley.
Anni Siegert und ihr Hund Marley. Schulz, Philipp
Marley (rechts) und Mama Samantha
Marley (rechts) und Mama Samantha Schulz, Philipp
Franzburg.

Es ist beschaulich in Müggenhall, einem kleinen Ortsteil von Franzburg im Kreis Vorpommern-Rügen. Fast am Ende der Dorfstraße lebt hier Anni Siegert mit ihrem Freund Paul und ihren beiden Kindern.  Es ist eine tierliebe Familie. Drei kleine Katzen, zwei Schweine und drei Hunde teilen sich den vielen Platz.

Besonders die letzten drei Bewohner begrüßen die Gäste verspielt und aufgeregt. Nur einer nicht. Marley, der vier Monate alte Welpe, Mischling aus Border-Collie und Schäferhund liegt erschöpft in der Ecke. Eigentlich tollt er gern mit seiner Mama Samantha über den Hof. Jetzt schaut Hunde-Mama Anni Siegert ihn besorgt an. Sie will ihrem kleinen Liebling helfen, doch die Mittel gehen hier langsam aber sicher aus. Deswegen will sie nun Spenden sammeln.

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Der erste Anfall im August

„Den ersten Anfall hatte er Mitte August”, erinnert sich Anni. Marley sei ganz apathisch gewesen, habe unkontrolliert gesabbert. Sowohl beim ersten, als auch beim zweiten Anfall haben die Tierarztbesuche keine befriedigenden Ergebnisse gebracht. Nur die Diagnose Durchfall.

Am 10. September kam es dann zum bisher heftigsten Anfall. „Marley hatte starkes Fieber, ist orientierungslos im Kreis gelaufen und hat gesabbert.” Für die Tierliebhaberin ein unerträgliches Bild. Tiere in Not erträgt sie nicht. Sie hat schon zwölf Füchse aufgepeppelt und wieder in die Freiheit entlassen.

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Schockierende Diagnose

Auch die Tierärzte wollten nicht aufgeben. Erst nach einem Feinultraschall, einer Computertomographie und Gesamtrechnungen in Höhe von 1300 Euro steht die schockierende Diagnose fest: Marley hat einen protosystemischen Shunt in der Leber. „Für mich ist die Welt zusammengebrochen.” Anni stockt die Stimme bei der Erinnerung an den Tag.

Ein Leber-Shunt kann bei Katzen und Hunden angeboren sein oder im späteren Leben auftreten. Es handelt sich dabei um eine Missbildung von Lebergefäßen. Da die Leber für die Reinigung des Blutes zuständig ist, kann es durch den Verlust der normalen Leberfunktion auch zu neurologischen Symptomen, aber auch dem diagnostizieren Durchfall kommen.

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Operation kostet bis zu 4500 Euro

Hinzu kommt, dass Mischling Marley eine besonders schwere Form, den inneren Shunt hat. „Der Chirurg meinte, dass wir drei Möglichkeiten haben: Einschläfern, so gut wie möglich weiterleben lassen oder eine Operation.” Für Anni hat sich die Frage trotz der finanziellen Auswirkungen nicht gestellt.

Eine Operation kostet bis zu 4500 Euro, würde für die junge Frau mehrere Jahre Ratenzahlung bedeuten. Sie will ihrem Welpen jedoch die Chance geben, zu leben und hat sich etwas ungewöhnliches Überlegt. Über das Internet-Zahlungsportal PayPal möchte sie Geld für ihren Hund sammeln.

„Ich wusste gar nicht ob das geht. Aber weil es eine Schenkung ist, ist das ok," erklärt sie. Das Prinzip ist einfach: Wer etwas für Marley geben kann und will, der tut es. Wer nicht kann und will, spendet nichts.

In den ersten Tagen sind so bereits mehr als 1140 Euro zusammen gekommen, vor allem von Verwandten und Freunden.

Am Dienstag, dem 29. September ist es bereits soweit. Dann soll sich Marley in der Tierklinik Rostock dem schweren Eingriff stellen. „Jeder Cent zählt und was nicht reicht, bezahlen wir ab," gibt sich Anni kämpferisch. Hauptsache ihrem kleinen Begleiter geht es gut.

Wer spenden möchte kann mit Hunde-Mama Anni Kontakt aufnehmen: rettet-marley@web.de

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