Edel-Burger

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„Hans im Glück“ und „Peter Pane“ legen skurrilen Streit bei

Das Burger-Restaurant in Binz hieß erst „Hans im Glück“ und jetzt „Peter Pane“. Die Birkenstämme aber blieben (Archivbild).
Das Burger-Restaurant in Binz hieß erst „Hans im Glück“ und jetzt „Peter Pane“. Die Birkenstämme aber blieben (Archivbild).
Stefan Sauer

Die Imbissketten „Hans im Glück“ und „Peter Pane“ haben einen jahrelangen Streit beendet. In Rostock und Binz auf der Insel Rügen kann man also wieder in Ruhe seine Burger essen.

Die zwei Edel-Burgerketten „Hans im Glück“ und „Peter Pane“ haben ihren jahrelangen Streit beendet. Beide Seiten erklärten am Mittwoch, sie hätten sich außergerichtlich geeinigt. Das Oberlandesgericht München wollte eigentlich am Donnerstag sein Urteil über die Berufungsklage des „Peter Pane“-Betreibers gegen „Hans im Glück“ verkünden.

Worauf sich die Burgerketten geeinigt haben, bleibt deren Geheimnis: Beide Parteien hätten Stillschweigen vereinbart, hieß es. Die Verhandlungen seien „sehr kooperativ und auf Augenhöhe“ geführt worden.

Aus „Hans im Glück“ wurde „Peter Pane“

Hinter „Peter Pane“ steht der norddeutsche Unternehmer Patrick Junge, Spross einer Lübecker Bäckerdynastie mit 170 Läden. Junge war ursprünglich Franchisenehmer von „Hans im Glück“, bis das Münchner Unternehmen den Vertrag 2015 kündigte. Anschließend firmierte Junge seine damals zwölf Restaurants in „Peter Pane“ um.

In MV hat die Kette zwei Filialen an exponierter Stelle: an der Strandpromenade in Binz sowie an der Rostocker Einkaufsmeile Kröpeliner Straße. In Berlin gibt es vier „Peter Pane“-Läden, in Brandenburg eine in Potsdam. „Hans im Glück“ ist unter anderem jeweils zweimal in Berlin und Hamburg vertreten.

Streit um Birkenstämme

Gestritten wurde um die Kündigung ebenso wie um die Einrichtung der relativ teuren Schnellrestaurants. „Hans im Glück“ dekoriert seine Läden mit Birkenstämmen. Gestritten wurde bei dem Münchner Prozess unter anderem darüber, ob „Peter Pane“ die Rechte von „Hans im Glück“ am Baumdekor verletzt hatte.

In der ersten Instanz hatte Junge verloren. Die Ketten haben sich inzwischen ausgebreitet: Junges Unternehmen Paniceus hat die Zahl seiner Filialen von 12 auf 27 erhöht, „Hans im Glück“ hat ebenfalls expandiert und betreibt nun 61 Restaurants. Beide Ketten zielen mit regionalen Produkten und Bioangeboten auf ein eher betuchtes junges Publikum.