JUDENVERFOLGUNG

Gedenken an Pogromnacht in Mecklenburg-Vorpommern

In vielen Städten fanden Gedenkveranstaltungen statt, um an die antijüdischen Pogrome zu erinnern.
Dana Skierke Dana Skierke
Mit Veranstaltungen in verschiedenen Städten wird der Pogromnacht vom 9.11.1938 gedacht.
Mit Veranstaltungen in verschiedenen Städten wird der Pogromnacht vom 9.11.1938 gedacht. Bernd Wüstneck
Schwerin.

In Mecklenburg-Vorpommern ist am Sonnabend an die antijüdischen Pogrome vor 81 Jahren in Deutschland erinnert worden. In Neubrandenburg sagte Bürgermeister Silvio Witt (parteilos) bei einer Veranstaltung, aus der Erinnerung müssten Konsequenzen für ein respektvolles Miteinander heute gezogen werden. Diese Verantwortung liege bei jedem Einzelnen. In Schwerin war für den Abend eine Gedenkveranstaltung in der Innenstadt geplant.

Zeichen setzen

81 Jahre nach dem Novemberpogrom von 1938 und einen Monat nach dem Anschlag in Halle an der Saale sollte mit Texten, Musik und Gebeten an den staatlich organisierten Terror gegen jüdische Mitbürger und das große Wegsehen der Bevölkerung erinnert werden, erklärten die Veranstalter in Schwerin. Es gehe auch um ein Zeichen gegen die Verharmlosung der Verbrechen zwischen 1933 und 1945 und gegen Vorurteile in der heutigen Gesellschaft. Am Sonntag soll auf dem Jüdischen Friedhof in Rostock eine Gedenkveranstaltung stattfinden.

Verwüstungen

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte den 9. November 1938 als einen Tag der Schande bezeichnet. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 hatten Nationalsozialisten etwa 7500 jüdische Geschäfte und Einrichtungen in Deutschland verwüstet. Sie zündeten einen Großteil der rund 1200 Synagogen und Gebetshäuser an und stürmten Wohnungen. Mehr als 1300 Menschen wurden nach Schätzungen von Historikern getötet und 30 000 Menschen in Konzentrationslager verschleppt.

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