CORONAVIRUS IN MV

Elternrat sieht Bus-Verkehr als Corona-Risiko

MV hat den ersten Schultag hinter sich. Die Elternvertretung macht sich Sorgen wegen der Busse. Volle Fahrzeuge mit vielen Schülern und Sommer-Temperaturen seien eine Schwachstelle bei der Corona-Bekämpfung.
dpa
Der Elternrat in Mecklenburg-Vorpommern sieht volle Schulbusse als Schwachstelle bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.
Der Elternrat in Mecklenburg-Vorpommern sieht volle Schulbusse als Schwachstelle bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Peter Gercke
Schwerin.

Als erstes Bundesland ist Mecklenburg-Vorpommern am Montag nach den sechswöchigen Sommerferien ins neue Schuljahr gestartet. Am ersten Tag galt keine landesweite Maskenpflicht in den Schulen, doch nachdem immer mehr Bundesländer eine solche angekündigt hatten und auch Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sich dafür aussprach, schwenkte MV-Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) um. Künftig soll nach ihren Worten die Maskenpflicht in weiterführenden Schulen im Schulgebäude, aber nicht im Klassenraum gelten. An Grundschulen soll es demnach weiterhin keine Maskenpflicht geben.

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Der Landesschülerrat in Mecklenburg-Vorpommern stellt sich hinter diesen Vorschlag. “Wir müssen alle Schüler schützen. Eine Maskenpflicht in der Schule kann da einen großen Beitrag leisten.”, so Jenny Gundlach von der Schülervertretung. Allerdings müsse es, wie angekündigt, dabei bleiben, dass die Maskenpflicht nicht für den Unterricht gelte. Ein zweiter Lockdown müsse verhindert werden. „Denn das ist das, wovor die meisten die größte Angst haben”, sagte Theresia Crone vom Landesschülerrat.

Schulstart war nur leicht chaotisch

Nach Einschätzung des Landesschülerrates ist der erste Schultag in den meisten Schulen geordnet abgelaufen. Aus etwa 20 bis 30 Prozent der Schulen hätten Schüler aber über etwas chaotische Verhältnisse berichtet. Da hätten Lehrer nicht gewusst, welche Räume benutzt werden dürften und welche nicht, wer wann auf den Pausenhof dürfe und wo die Maske getragen werden solle. „Überwiegend war das Feedback aber positiv”, so Crone, die gerade ihr Abitur gemacht hat.

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Mit diesen Plänen bleibt Mecklenburg-Vorpommern hinter denen von Nordrhein-Westfalen zurück, wo die Mund-Nasen-Bedeckung an den weiterführenden Schulen auch im Unterricht getragen werden soll. Auch Berlin, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg haben angekündigt, im Kampf gegen das Coronavirus eine Maskenpflicht in Schulgebäuden einzuführen. Sie soll jedoch – wie in MV – nicht im Unterricht gelten. In Hessen oder Sachsen soll die Maskenpflicht im Ermessen der Schulen liegen.

Corona-Regeln hinfällig, „wenn sich alle im Schulbus treffen”

Um Corona-Infektionen zu vermeiden, sind die Schüler in MV in Gruppen von zwei bis vier Jahrgängen eingeteilt worden. Diese sollen sich nicht begegnen. Auf vielen Schulhöfen teilt nun Flatterband die Areale ein, auf denen sich die einzelnen Gruppen in der Pause aufhalten dürfen.

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Der Landeselternrat sieht den Schulbusverkehr als Schwachpunkt bei der Corona-Bekämpfung. Der Vorsitzende Kay Czerwinski forderte, mehr Busse einzusetzen, damit diese nicht überfüllt sind. „Die Definition der festen Schülergruppen ist spätestens dann hinfällig, wenn sich alle im Schulbus treffen, zumal bei Hitze”, sagte er. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich alle Kinder an die Maskenpflicht im Bus halten.” Gerade in den Stoßzeiten sollten mehr Busse für eine Entzerrung sorgen, forderte Czerwinski.

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