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Dritter Geldautomaten-Sprenger aus Lübz noch flüchtig

Gegen die Tatverdächtigen wurden inzwischen Haftbefehle erlassen.
Gegen die Tatverdächtigen wurden inzwischen Haftbefehle erlassen.
Claudia Marsal

Drei maskierte Männer sollen einen Geldautomaten mit Gas gesprengt haben. Zwei Tatverdächtige wurden noch am gleichen Tag festgenommen – dank eines Taxifahrers.

Eine Woche nach der Sprengung eines Geldautomaten in Lübz (Kreis Ludwigslust-Parchim) sucht die Polizei weiter nach einem dritten Täter. Der Mann war mit Komplizen bei der Flucht am 5. März beobachtet worden, die Suche sei aber bisher ohne Erfolg geblieben, wie Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag sagten. Laut Polizei hatten drei maskierte Männer den Geldautomaten im Vorraum einer Bank mit Gas gesprengt.

Beamte waren gerade in der Nähe auf Streife und schnell am Tatort. So hätten die Täter die Geldkassette nicht mehr ganz ausräumen können. Sie flüchteten und auch ein Warnschuss der Polizei hielt sie nicht zurück, verletzt wurde niemand. Ein Auto mit Gasflaschen und anderem Werkzeug ließen sie am Tatort zurück. Zwei 18 und 21 Jahre alte Tatverdächtige wurden noch am selben Tag in Potsdam festgenommen.

Taxifahrer schaltete Polizei ein

Wie erst später bekannt wurde, hatten sie von Lübz aus ein Taxi genommen. Dem Fahrer waren die Männer aber verdächtig vorgekommen, sodass er via Internet Berufskollegen und die Polizei einschalten konnte. Gegen die Tatverdächtigen wurden inzwischen Haftbefehle erlassen.

Ein Zusammenhang mit anderen Automaten-Angriffen wird geprüft. Der Schaden am Geldautomat wurde auf rund 25.000 Euro beziffert. Wieviel Geld gestohlen wurde, sei noch unklar, hieß es.