ORANG-UTAN UND GORILLAS

Drei Affen-Weibchen in Rostocker Zoo erwarten Nachwuchs

Der Rostocker Zoo hat die Geburt von drei Affenbabys angekündigt. Dabei wurden die Tierwärter gleich mehrfach überrascht. Dies könnte auch für den Zoo in Krefeld eine gute Nachricht sein.
dpa
Das trächtige Gorillaweibchen „Yene” im Rostock Zoo.
Das trächtige Gorillaweibchen „Yene” im Rostock Zoo. Danny Gohlke
Auch „Zola”, ein anderes Weibchen aus der Gorillagruppe, erwartet Nachwuchs.
Auch „Zola”, ein anderes Weibchen aus der Gorillagruppe, erwartet Nachwuchs. Danny Gohlke
Rostock.

Überraschung im Darwineum des Rostocker Zoos. „Wir erwarten gleich dreifach Nachwuchs bei den Menschenaffen, einmal bei den Orang-Utans und zweimal bei den Gorillas”, berichtete Zookuratorin Antje Angeli.

„Wir rechnen frühestens im Februar mit den ersten Geburten, möglich wäre aber auch ein späterer Zeitpunkt im März oder April.” Alle drei Affendamen seien in bester Verfassung. Sie fressen und bewegen sich völlig normal, berichtete die Kuratorin. Aktuell leben im 2012 eröffneten Darwineum 17 Affen in je zwei Gorilla- und Orang-Utan-Gruppen.

Zoo in Krefeld

Die Rostocker Ankündigung könnte auch ein gutes Zeichen für den Krefelder Zoo sein. Denn nach dem verheerenden Brand in der Silvesternacht mit acht toten Menschenaffen hatte Rostock seine Hilfe angeboten. „Der Zoo Rostock ist Teil der deutschen und europäischen Zoogemeinschaft, die zusammenhält und sich gegenseitig unterstützt. Wir stehen wie alle Mitglieder der Gemeinschaft bereit, dem Zoo Krefeld nach unseren Möglichkeiten und den dortigen Erfordernissen nach dem großen Unglück zu helfen”, sagte Angeli.

Eine besondere Überraschung war für die Expertin, dass die 43-jährige Orang-Utan-Oma Sunda noch einmal Mutter wird. „Damit hat eigentlich niemand mehr gerechnet.” Sunda sei eine erfahrene Mutter, die schon fünf Jungtiere erfolgreich großgezogen hat.

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Kwame zieht an Assumbo vorbei

Etwas Besonderes gebe es auch von den Flachland-Gorillas zu berichten, bei denen Yene (19) und Zola (11) trächtig sind: Nicht der 46-jährige Silberrücken Assumbo ist der Erzeuger, sondern sein „Ziehsohn” Kwame. Der acht Jahre junge Gorillamann war 2016 aus Heidelberg an die Küste gekommen und hat zu allen drei Weibchen einen guten Kontakt. „Assumbo ist sehr auf seine Ruhe bedacht und greift nur ein, wenn es zu turbulent in seinem Revier wird”, erzählt Angeli.

Zur Gorilla-Gruppe gehöre auch die 15-jährige Eyenga. Sie sei als einziges Weibchen ihrer Gruppe nicht tragend und spüre die Veränderungen der beiden anderen sehr genau. „Dementsprechend sucht sie gerade intensiv die Nähe zu Baldpapa und Jungspund Kwame.”

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