AM ABSTURZORT

Blendattacken gegen Eurofighter-Piloten aus Rostock-Laage

Unbekannte haben Eurofighter-Piloten, die über den Seenplatte flogen, mehrfach geblendet. Besonders brisant: Dies geschah genau dort, wo vor Kurzem zwei Eurofighter abgestürzt waren.
dpa
Bei Jabel wurde ein Eurofighter-Pilot geblendet (Archivbild).
Bei Jabel wurde ein Eurofighter-Pilot geblendet (Archivbild). Bodo Marks
Rostock.

Vier Monate nach dem Eurofighter-Absturz an der Mecklenburgischen Seenplatte haben Unbekannte zwei Blendattacken gegen Piloten aus Laage (Landkreis Rostock) verübt. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr, wie am Donnerstag Polizeisprecher in Güstrow und Neubrandenburg sagten.

Unklar sei noch, ob die Flugzeugführer mit Laser-Pointer oder einer sehr starken Taschenlampe geblendet wurden. Ein Sprecher der Luftwaffe in Berlin bestätigte die Vorfälle, die sich am 16. Oktober dicht an einem der damaligen Absturzorte bei Jabel (Mecklenburgische Seenplatte) und am 4. November im Umfeld des Fliegerhorstes Laage (Landkreis Rostock) ereignet hatten.

+++ Hier finden Sie alle Nordkurier-Artikel zum Absturz der Eurofighter am Fleesensee.+++

Erfahrener Pilot

Beide Maschinen konnten nach den Übungsflügen trotzdem sicher in Laage landen. „Der Pilot bei dem Vorfall in Laage war erfahren und im Umgang mit Blendkörpern geschult, hat aber angegeben, dass so etwas für weniger erfahrene Piloten sehr gefährlich sein kann”, sagte der Polizeisprecher in Güstrow. Die Blendung hatte sich gegen 18.00 Uhr ereignet, als es fast dunkel war.

Am 24. Juni waren zwei Kampfflugzeuge an der Seenplatte erst in der Luft kollidiert und dann bei Nossentiner Hütte sowie zwischen Silz und Jabel abgestürzt. Die Wracks verfehlten die Dörfer knapp, stürzten auf ein Feld und in den Wald am viel befahrenen Radweg Berlin-Kopenhagen.

Der Pilot der Unglücksmaschine westlich von Jabel starb. Der andere Pilot konnte sich per Fallschirm retten. Die Ursache für eines der schwerste Flugunglücke in der Geschichte der Luftwaffe sei noch nicht geklärt, sagte der Luftwaffensprecher in Berlin.

Mehr lesen: Rund 600 Kameraden verabschieden getöteten Piloten

 

 

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Kommentare (4)

Was für eine Schlagzeile, ein Bürger hat die technischen Möglichkeiten Eurofigther Piloten zu blenden, vermutlich auch beim Absturz? Mal ganz ehrlich welcher Art Technik soll man da sich bedienen? Das Flugzeug hat eine Minimalgeschwindigkeit von ca 200 km/h, dürfte sich dabei um schon um den Strömungsabriss handeln, dann eine Dienstgipfelhöhe zw. 13 und 16.000 Metern. Tiefflug zw. 300 und 500 Meter aber nur bis 1700 Uhr ( alles aus öffentlichen Quellen ) da dürfte es sich höchsten um eine Laserkanone aus einen James Bond Film handeln oder einen Flakscheinwerfer, aber bei beiden müssten eine Computergestützte und geführte Zielerfassung vorhanden sein? Ich denke wenn jemand dort privat solcherart Technik hätte gewiss wäre die Bundeswehr längst bei ihm um diese zu erwerben den diese Art der Blendung würde jedes für Waffensystem die Zielerfassung optimieren.

Naja, es wäre technisch schon möglich. Wenn das Flugzeug im Tiefflug mit geringer Geschwindigkeit direkt auf dich zukommt und du in Besitz einer sehr starken Lichtquelle bist. Das Flugzeug dann noch anvisieren und genau in das Cockpit leuchten, wird eine Kunst für sich sein.

Ich hab mal ein wenig recherchiert und es gibt tatsächlich Möglichkeiten, Piloten mit Lasern zu blenden. Die Chinesen scheinen so etwas in Djibouti gegen die Amerikaner einzusetzen. Hier handelt es sich aber um militärische Laser.

https://www.businessinsider.com/us-says-chinese-laser-attacks-injured-plane-crews-china-strongly-denies-2018-5?IR=T

Donnerwetter, was für eine Recherche. Andere nennen das: "mal schnell was gegoogelt"
Bitte umgehend das Material an die Bundeswehr weiterleiten...