ZWEI HUNDE TOT

Blaualgen in der Ostsee – Strand gesperrt

Wie ein aktueller Fall in der Ostsee zeigt, ist mit Blaualgen nicht zu spaßen. Zwei Hunde sind nach dem Baden gestorben, der Strand wurde gesperrt. Es könnten weitere Strände folgen.
Der Strand in Wampen bei Greifswald wurde gesperrt, weil hier Blaualgen gefunden worden sind (Archivbild).
Der Strand in Wampen bei Greifswald wurde gesperrt, weil hier Blaualgen gefunden worden sind (Archivbild). NK-Archiv
Greifswald.

Wegen Blaualgen ist der Strand Wampen bei Greifswald (Landkreis Vorpommern-Greifswald) gesperrt worden. Wie Landeskreissprecher Achim Froitzheim am Montag dem Nordkurier weiter sagte, waren zuvor zwei noch junge Hunde gestorben, die dort baden waren.

+++Aktualisierung: Es sind weitere Strände an der Ostsee gesperrt worden. Zudem warnte eine der Hunde-Besitzerinnen vor tödlicher Blaualgen-Gefahr in der Ostsee.+++

Sie waren am Samstag mit schweren inneren Blutungen noch in eine Tierklinik in Rostock gebracht worden, wo man ihnen jedoch nicht mehr helfen konnte. Nachdem sie von dem Boddenwasser getrunken hatten, hätten die Tiere Vergiftungserscheinungen gezeigt. 

Blaualgen (auch Cyanobakterien genannt) können auch für Menschen lebensgefährlich werden. Aus diesem Grund habe man den Strand Wampen in Absprache mit dem Gesundheitsamt sowie dem örtlich zuständigen Ordnungsamt bis auf Weiteres gesperrt.

Weitere Kontrollen finden statt

Am Montag soll der Strand erneut kontrolliert werden, außerdem sollen weitere Badestellen in der Nähe unter die Lupe genommen werden. Darunter vor allem die flachen Boddengewässern und die Strände am Haff, welche für Blaualgen besonders prädestiniert sind. So gehört der Riether Winkel laut Froitzheim zu den üblichen Verdächtigen.

Es sei nicht auszuschließen, dass im Ergebnis dieser Kontrollen weitere Strände an der Ostsee-Küste gesperrt werden müssen. Die aktuellen warmen Temperaturen des Wassers und der kaum vorhandene Wind begünstigen das Aufkommen der Blaualgen.

Die Halterin eines der getöteten Hunde berichtete dem Nordkurier von grünen Schlieren, die ihr auf dem Gewässer aufgefallen waren. Sie hatte damit aber keine tödliche Gefahr für ihr Tier assoziiert. Deshalb will sie jetzt alle Hundebesitzer und natürlich auch Menschen davor warnen, bei solchen Anzeichen ins Wasser zu gehen.

Erst am Montag wurde der Ostseeküste MVs sowie den Seen eine überwiegend ausgezeichnete Qualität des Badewassers bescheinigt. Mehr zur aktuellen Badewasserkarte des Landes lesen Sie hier.

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