WETTER

Am Wochenende Schnee im Nordosten möglich

Skandinavien-Hoch „Katharina” sorgt auch in den kommenden Tagen für kühles Frühlingswetter in Deutschland. Vor allem an der Küste wird es frostig.
dpa
Skandinavien-Hoch „Katharina” sorgt auch in den kommenden Tagen für kühles Frühlingswetter.
Skandinavien-Hoch „Katharina” sorgt auch in den kommenden Tagen für kühles Frühlingswetter. Bernd Wüstneck
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Offenbach.

Skandinavien-Hoch „Katharina” sorgt auch in den kommenden Tagen für kühles Frühlingswetter in Deutschland. Am Wochenende sollen die Temperaturen allenfalls am Rhein über zehn Grad steigen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Von der Ostsee einsetzende Niederschläge in tieferen Lagen können auch als Schneeregen oder Schnee fallen.

Bei steifen Böen aus dem Norden liegen vor allem an der Küste „die gefühlten Temperaturen” im Frostbereich, wie Meteorologe Martin Jonas sagte. Zugleich werde es bis in die kommende Woche hinein nachts verbreitet frostig. Erst am Montag deutet sich eine zaghafte Milderung an. Für Ostern erwartet der DWD dann Temperaturen zwischen 11 bis 15 Grad. Für genaue Prognosen sei es noch zu früh.

Am Freitag wird es wechselnd bis stark bewölkt und vor allem im Norden und Nordosten gibt es Regen-, Graupel- oder Schneeschauer. Die Höchstwerte liegen meist zwischen 3 und 9 Grad. Am Samstag bleibt es wechselnd bis stark bewölkt mit gebietsweise etwas Regen, Schneeregen oder Schnee. Die Temperaturen erreichen 5 bis 9 Grad. Am Sonntag wird es ein bisschen milder.

Frost schadet frühen Obstsorten

Die frostigen Nächte in dieser Woche haben unterdessen nach Ansicht des Agrarberaters Rolf Hornig dafür gesorgt, dass frühe Obstsorten in MV Schaden genommen haben. „Bei der früh gestarteten Vegetation sind solche Kaltlufteinbrüche für den Obstbau absolut gefährlich”, sagte Hornig am Donnerstag in Schwerin. In den Nächten sei die Temperatur an einigen Orten in Mecklenburg-Vorpommern in zwei Metern Höhe auf minus sieben Grad gesunken.

Bei frühen Apfelsorten seien die sogenannten Königsblüten – die vorwitzigsten Blüten – im Stadium der roten Knospe erfroren. Rückschlüsse auf Ertragserwartungen seien daraus aber nicht zu ziehen, sagte Hornig. „Das wäre viel zu früh. Selbst wenn nur 20 Prozent der Blüten am Ende zu Früchten werden, haben wir eine normale Ernte”, erklärte er.

Auf den Apfelplantagen in Gnoien (Landkreis Rostock) und Boddin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) sind die Bäume zum Frostschutz bereits beregnet worden. Die eisumhüllten Blüten sind vor tieferen Temperaturen geschützt. Vom Frost gefährdet sind laut Hornig auch Süßkirschen und frühe Pflaumen. Diese spielen aber im kommerziellen Anbau im Land eine geringe Rolle.

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