SCHLIMMSTES FERIENWOCHENENDE

ADAC warnt vor Stau-Chaos auf Ostsee-Routen

Jetzt sind alle Bundesländer in den Sommerferien. Der ADAC rechnet mit einer Verkehrsflut. Besonders auf dem Weg zur Nord- und Ostsee werden Reisewellen befürchtet.
Philipp Schulz Philipp Schulz
Stau in alle Richtungen. Der ADAC sagt das staureichste Wochenende des Jahres voraus. Foto: Julian Stratenschulte
Stau in alle Richtungen. Der ADAC sagt das staureichste Wochenende des Jahres voraus. Foto: Julian Stratenschulte Julian Stratenschulte
Deutschland.

Nachdem nun auch die Kinder in Bayern und Baden-Württemberg ihre Zeugnisse erhalten haben, befinden sich alle Bundesländer offiziell in den Ferien. Damit steigt auch die Staugefahr auf den bundesdeutschen Autobahnen.

Der ADAC hat das kommende Wochenende zwischen dem 26. und 28. Juli bereits für das Staureichste des Jahres ausgerufen. Auf der eigenen Internetseite spricht der Automobilclub sogar von „Dauerparkplätzen” auf den Reiserouten. Denn es steht nicht nur eine Welle an Reisenden aus den beiden südlichsten Bundesländern bevor, auch aus den Niederlanden erwartet der ADAC eine Flut an Anreisenden. Hinzu kommen zahlreiche Urlauber aus den nördlichen Bundesländern und Skandinavien, für die die Ferien bereits wieder dem Ende entgegengehen.

Stauwarnung auch im Nordosten

Mecklenburg-Vorpommern muss vor allem auf der A20 und A19 mit starkem Verkehr rechnen. Wenn am Samstag und Sonntag auf den Urlauberinseln Rügen und Usedom traditionell Bettenwechsel ist, werden auch die Zubringer nicht von Stau verschont bleiben. Am ehemaligen A20-Loch bei Tribsees ist zudem mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen.

Berlin und Brandenburg werden laut dem Automobilclub von den Blechlawinen vor allem aus dem Süden getroffen. Dabei seien besonders die Routen Richtung Bayern und Österreich, etwa die A9 zwischen Berlin und München, gefährdet zu einem Parkplatz zu mutieren.

Geduld und Trinken mitbringen

Wer aus Richtung Berlin an die Ostsee will, kann neben den Autobahnen A 19 sowie A 20/A 11 auch die B 96 über Fürstenberg/Havel, Neustrelitz und Neubrandenburg (wo immer mit Baustellen zu rechnern ist) wählen – zu empfehlen ist das aber nicht unbedingt. Die Straße ist durchgehend nur zweispurig, Überholen ist wegen des hohen Verkehrsaufkommens vor allem in der Saison kaum möglich.

Auf seiner Internetseite schreibt der ADAC: „Bei einem Stau die Autobahn zu verlassen und über Landstraßen zu fahren, bringt generell nur selten einen Vorteil. Auch die Ausweichstrecken sind schnell verstopft.” Außerdem würde es erst ab Staus von mehr als zehn Kilometern Länge oder bei einer Vollsperrung Sinn ergeben, von der Autobahn abzufahren, so der ADAC.

 

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