THEORIEPRÜFUNG

43 Prozent der Fahrschüler in MV durchgefallen

Mehr als 19.000 Menschen versuchten sich 2019 am Führerschein. Doch bei vielen klappte es nicht auf Anhieb. Mancherorts wird zudem ein Fahrlehrermangel beklagt.
dpa
In einigen Regionen in MV gibt es zu wenig Fahrlehrer.
In einigen Regionen in MV gibt es zu wenig Fahrlehrer. Holger Hollemann
Schwerin.

Mecklenburg-Vorpommerns Fahrschüler sind im vergangenen Jahr minimal besser durch die theoretische Prüfung gekommen als jene im Jahr 2018. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 43 Prozent der Fahrschüler durch die theoretische Prüfung gefallen. Das seien 0,2 Punkte weniger als 2018, teilte das Verkehrsministerium unter Berufung auf Zahlen des Prüfkonzerns Dekra mit. Bei der praktischen Prüfung seien im vergangenen Jahr 33,6 Prozent der Fahrschüler durchgefallen – 1,1 Punkte mehr als 2018. Insgesamt versuchten sich 19.159 Frauen und Männer am Führerschein, rund 80 mehr als im Jahr 2018.

Nach Angaben des Fahrlehrerverbands Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit knapp 250 Fahrschulen im Nordosten, vor einigen Jahren waren es noch rund 300. In einigen Regionen im Nordosten gebe es zu wenig Fahrlehrer, dies betreffe aber eher die Städte, sagt Helmut Bode, Vorsitzender des Fahrlehrerverbands MV. Die Lage könne sich aber in den kommenden Jahren verschärfen, da viele Fahrlehrer in Rente gingen. Derzeit seien landesweit 24 Fahrlehrer in der Ausbildung.

Die Preise für den Führerschein sind laut Bode gestiegen, vielerorts kostet die 45 minütige Fahrstunde mehr als 40 Euro. Vor wenigen Jahren seien es noch rund zehn Euro weniger gewesen.

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Kommentare (2)

Auf die Gefahr hin, mich mal wieder unbeliebt zu machen.:-):-) Meine Erfahrung vor 25 Jahren....jeder zweite Fahrschüler ist durchgefallen oder sollte ich besser sagen.... wurde durchfallen "gelassen." Wer es durch die Theorie schaffte, war spätestens bei der praktischen Prüfung fällig. Kommentar meines Vaters damals: "Völlig normal, sonst kommen die nicht auf ihre Kosten.":-):-)
Fazit: Nicht immer hat es was mit Nichtwissen oder Nichtkönnen zu tun.....ein guter Fahrer wird man "nur" durch jahrelanges Fahren.
Weit hergeholtes Beispiel dazu.....man ist auch kein Schwimmer, wenn man ein Seepferdchen bekommt, Schwimmer ist man erst, wenn man etliche Jahre ohne Vorkommnisse, hinsichtlich der eigenen Gesundheit, geschwommen ist.:-):-)

Wenn man täglich sieht, was viele Führerscheinneulinge so auf die Pneus bringen, müsste man annehmen, sie sind mit den Prüfern verwandt oder die Ausbildung geht an der Realität vorbei. Vielleicht sollte man noch eine MPU vorschalten, denn soviele Delikte wie BTM , Handyverbot beim Fahren, Drängeln, kurz alle Mißachtungen von normalen Regeln die man in einer Fahrschule erlernt werden ignoriert.