28. Auflage
Zwölf Teams starten beim Sitzballturnier

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Die Sportler vom FSVB belegen regelmäßig Spitzenplätze. Foto: Netti Bogorell
Die Bilanz kann sich sehen lassen: Die Sportler vom FSVB belegen regelmäßig Spitzenplätze. Foto: Netti Bogorell
Netti Bogorell

Die Sportstadt Neubrandenburg hat auch im Sitzball ein überaus erfolgreiches Team. Bei der 28. Auflage ihres internationalen Turniers wollen die Aktiven Werbung für ihren Sport machen.

Die erfolgreichen Sitzballer vom Neubrandenburger Freizeit- und Sportverein für Behinderte (FSVB) messen sich bei ihrem jährlichen großen Turnier wieder mit zahlreichen Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zum 28. internationalen Sitzballturnier am 16. März kommen insgesamt zwölf Mannschaften. Mit dabei in der Stadthalle sind unter anderen die Sitzball-Mannschaften von Hannover 96 sowie das Top-Team von SV Rheinhausen Moers. Aus der Schweiz und Österreich kommt das Mixteam von SG St. Gallen/Bludenz.

Sitzball ist eine Ballsportart, die dem Volleyball sehr ähnlich ist. Gespielt wird auf einem Feld mit acht Metern Breite und zehn Metern Länge. Es wird mit einem Volleyball gespielt, welcher einmal den Boden berühren darf und spätestens bei der dritten Berührung ins gegnerische Feld geschlagen werden muss, wobei dabei der Rumpf des Angreifers den Boden berühren soll. Die Leine in der Mitte ist in einem Meter Höhe gespannt. Jede Mannschaft setzt sich aus fünf Spielern zusammen. Die Mannschaft gewinnt einen Punkt, wenn die gegnerische Mannschaft den Ball nicht mehr regelgerecht zurückspielen kann.

Aktive wollen für ihren Sport werben

Sitzball eignet sich laut FSVB ideal für das gemeinsame Spiel von behinderten und nichtbehinderten Menschen. Aktuell hat der FSVB zehn aktive Spieler und Spielerinnen. Die meisten von ihnen haben unterschiedliche Behinderungen, die aber nicht alle mit den Beinen zu tun haben. Ihre sportliche Bilanz kann sich absolut sehen lassen. Bei Turnieren im In- und Ausland belegen sie regelmäßig Spitzenplätze.

Von dem Turnier in der Stadthalle versprechen sich die Neubrandenburger Sitzballer nicht nur viel Spaß und eine gute Platzierung. Sie wollen auch Werbung für ihren Sport machen und hoffen, bei freiem Eintritt auch Besucher begeistern zu können, wie Übungsleiter Dirk Otten und Netti Bogorell unterstreichen. Denn seitdem Sitzball nicht mehr Teil des Sportunterrichts an den Behindertenschulen ist, wird es knapp mit dem Nachwuchs. Auch von der erstmaligen Teilnahme einer Mitarbeitermannschaft des Neubrandenburger Fitness-Studios Maxx Gym versprechen sich die Neubrandenburger Sitzballsportler mehr Aufmerksamkeit. Am heutigen Dienstag beginnt das offizielle Training. Der Nordkurier ist Sponsor des 28. internationalen Sitzballturniers.