RARITÄT AM STERNENHIMMEL

Komet „Neowise” derzeit mit bloßem Auge sichtbar

Zuletzt war es in den 1990ern möglich, auf der Erde einen Kometen ohne technische Hilfe zu sehen. Endlich ist jetzt ein neuer Komet auf der Nordhalbkugel mit bloßem Auge sichtbar.
Der Komet „Neowise” wird noch einige Tage auf der Nordhalbkugel mit bloßem Auge zu sehen sein.
Der Komet „Neowise” wird noch einige Tage auf der Nordhalbkugel mit bloßem Auge zu sehen sein. NASA
Neubrandenburg.

Entdeckt wurde er bereits am 27. März diesen Jahres, da allerdings noch mit einem Weltraumteleskop: Der Komet C/2020 F3, oder auch „Neowise” genannt. Aktuell ist der Himmelskörper mit bloßem Auge sichtbar. Für das Himmelsspektakel müssen Sternegucker allerdings früh aufstehen.

Seinen Namen hat „Neowise” von dem Teleskop, mit dem er entdeckt worden ist, schreibt die Frankfurter Rundschau. Seinen sonnennächsten Punkt, den sogenannten Perihel, hatte er bereits am 3. Juli gehabt. Sein erdnächster Punkt steht noch bevor: Am 23. Juli wird der Komet er uns ganz „nah” sein, und zwar mit einer Entfernung von etwa 103 Millionen Kilometern.

Venus und der Große Wagen als Hilfsmittel

Wer den Kometen noch die kommenden Tage selbst beobachten möchte, muss jedoch derzeit noch früh aufstehen: Komet Neowise ist noch einige Tage lang kurz vor Sonnenaufgang zu sehen. Beobachter benötigen einen freien Blick nach Nordosten, da der Komet nicht sehr hoch über den Horizont steigt, bevor das Sonnenlicht ihn überblendet. Weltweit teilen Kometen-Fans ihre Fotos von "Neowise".

Aktuell strahlt die Venus am Morgenhimmel. Wer sie findet und von ihr ein ganzes Stück nach Osten (nach links) blickt, kann den Kometen Neowise finden. Eine weitere Möglichkeit ist das bekannte Sternbild Großer Wagen. Dessen beide vordere Sterne mit dem Blick nach rechts verlängern – bis man den hellen Stern Capella und ein Stück darunter „Neowise” findet.

In wenigen Tagen auch abends zu sehen

Wer etwas Geduld hat, kann ihn bald auch abends nach Sonnenuntergang sehen. Für Frankfurt und Umgebung geschieht das etwa am 10. Juli, in nördlicheren Gegenden etwas früher, im Süden etwas später.

Die letzten Kometen konnte man in den 1990er Jahren auf der Nordhalbkugel deutlich mit bloßem Auge beobachten. Sie hießen „Hyakutake“ und „Hale Bopp“. 2013 war „Panstarrs“ ohne Technik am Himmel zu sehen – allerdings war der ohne Hilfsmittel nicht sehr auffällig.

 

 

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