Plattdeutsch
Helmut Hillmann aus Ueckermünde gewinnt Reuter-Literaturpreis

Der Literaturpreis wird zu Ehren von Fritz Reuter vergeben.
Der Literaturpreis wird zu Ehren von Fritz Reuter vergeben.
Bernd Wüstneck

Na, denn man tau! Der Plattdeutsch-Autor Helmut Hillmann aus Ueckermünde konnte die Jury des Fritz-Reuter-Literaturpreis mit seinen Büchern überzeugen.

Der Fritz-Reuter-Literaturpreis geht 2018 an einen Plattdeutsch-Autor aus Vorpommern. Die Jury habe den 79 Jahre alten Helmut Hillmann aus Ueckermünde (Kreis Vorpommern-Greifswald) zum Preisträger gewählt, sagte der Leiter des Fritz-Reuter-Museums in Stavenhagen (Kreis Mecklenburgische Seenplatte), Marco Zabel.

In seinen Büchern, wie zuletzt „Na, denn man tau! Plattdeutsche Riemels un Vertellers tau'n Hoegen un Besinnen” (Na denn los! Plattdeutsche Sprüche und Erzählungen zum Besinnen), lasse Hillmann Jung und Alt auf humorvolle Weise an alltäglichen Problemen teilhaben.

Preis erinnert an Fritz Reuter

Außerdem beziehe Hillmann seine Leser an originellen Überlegungen zum Thema Heimat mit ein und „nehme sie mit” in ferne Länder. Für den Preis gab es etwa 30 Bewerbungen aus sechs Bundesländern, darunter Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen als südlichste Plattdeutsch-Gebiete.

Der Preis erinnert an den Dichter Fritz Reuter (1810-1874), der als bekanntester Plattdeutsch-Schriftsteller gilt und dessen Geburts- und Kindheitsstadt Stavenhagen war. Später lebte und arbeitete er in Neubrandenburg und zuletzt in Eisenach.

Die Auszeichnung wird seit 1999 von der Stadt Stavenhagen, dem Reuter-Museum und der regionalen Sparkasse vergeben. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert. Die Ehrung wird am Geburtstag Reuters, dem 7. November, traditionell in der Reuterstadt Stavenhagen überreicht.