KOMMENTAR

Black Friday - Amazons und Zalandos Angebote nerven total

Am Black Friday sinkt die Produktivität, weil unzählige Menschen bei Amazon und Co. stundenlang auf Schnäppchenjagd gehen. Unser Kommentator macht bei dem Shopping-Wahn nicht mit.
Matthias Stiel Matthias Stiel
Selbst in Frankreich: Black Friday wohin man schaut.
Selbst in Frankreich: Black Friday wohin man schaut. Sameer Al-Doumy
Neubrandenburg.

Die ganze Welt ist offenbar im Shopping-Wahn. Die ganze Welt? Nein, ich mach nicht mit bei dem Black-Friday-Mist, in dessen Zuge sogar in Greifswald am Sonntag verkaufsoffen ist. Schwarze Punkte an den Schaufensterscheiben sollen zu den tiefsten Tiefpreisen locken und holen die Onlineschnäppchenschlacht in die Innenstadt. So auch bestimmt in vielen anderen Städten bei uns.

In welchen, interessiert mich aber nicht, ich geh da auch nicht hin. Der Black-Friday hat sich bekanntlich längst zur Cyber-Woche ausgewachsen. Ok...Boomer! werden jetzt die jüngeren Schnäppchenbegeisterten von euch vielleicht sagen. Aber macht nur, ich gönn’ mir die Ruhe, mir selbst zu überlegen, welche Geschenke ich für andere – und vor allem für mich, denn ich glaube, dies wird am Black-Friday auch sehr oft getan – zu Weihnachten kaufe. Ich fühle mich im Internet wirklich zu Hause, gucke lieber Youtube, statt Fernsehen, nutze mein Smartphone zum Bezahlen und als Bahnticket.

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Aber ich will mich nicht so treiben lassen von herunterzählenden Sekunden und überbordenen Aktionsangebotsseiten. Sich da durchzuwühlen ist richtig Arbeit und kostet Zeit. Die werden sich am Freitag sehr viele Menschen nehmen und dabei ihren eigenen Job vernachlässigen, um ja nicht die gigantischten Megapreisknüller zu verpassen. Das ist keine Shoppinglust, das ist Treibjagd – zumindest in meinen Augen.

Ich will mich auch nicht täuschen lassen, von Preisen, die in den vergangenen Wochen künstlich hochgeschraubt wurden, nur damit die Produkte nun besonders günstig wirken. Ich nehm mir die Zeit, sorgfältig auszuwählen. Ist das Geschenk wirklich gut und geeignet für den Beschenkten? Wird er sich so sehr darüber freuen, wie ich es mir wünsche? Hat es den Wert, den ich dafür bezahlen soll? Diese Fragen will ich mir stellen und nicht nur, um wie viel der Preis angeblich gesunken ist.

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Kommentare (4)

"Ich will mich auch nicht täuschen lassen, von Preisen, die in den vergangenen Wochen künstlich hochgeschraubt wurden, nur damit die Produkte nun besonders günstig wirken. Ich nehm mir die Zeit, sorgfältig auszuwählen. Ist das Geschenk wirklich gut und geeignet für den Beschenkten? Wird er sich so sehr darüber freuen, wie ich es mir wünsche? Hat es den Wert, den ich dafür bezahlen soll? Diese Fragen will ich mir stellen und nicht nur, um wie viel der Preis angeblich gesunken ist."

Sehr geehrter Herr Stiel, ohne Ihren Kommentar kommentieren zu wollen: So denke und empfinde ich auch. Ich muss auch keinen Konsum im Vorraus tätigen. Im nächsten Jahr gibt es auch noch Ware, sollte Bedarf bestehen.

Dem Kunden wird vorgegaukelt, daß er hier das Schnäppchen des Jahres macht, aber in Wirklichkeit geht es doch nur darum, noch mehr billig produzierte Konsumgüter aus Fernost zu verkaufen. Und solange diese Konsum Geilheit existiert, brauchen wir auch nicht über Energiewende, verantwortungsvolle Nutzung der Ressourcen, soziale Standards usw. diskutieren.
Die Gewinner sind hier nur die Grosskonzerne, sonst würden sie es ja nicht machen...

Wird nur Ramsch angeboten. Prozent locken, von Dingen, die man nicht braucht. Konsumterror vom Feinsten. Nüchtern überlegen, ob man den ganzen Kram wirklich jetzt kaufen muß.....

.... keine 30% auch keine 40% gespart am black friday, nein ich habe satte 100% gespart. Weil ich da nicht mitgemacht habe.