WURM-PARASITEN

Gefährliche Stechmücken in Brandenburg entdeckt

Wissenschaftler haben erstmals in Deutschland Larven des Hundehautwurms in Stechmücken nachgewiesen, und zwar in Brandenburg.
Stechmücken können Überträger verschiedener Infektionen sein.
Stechmücken können Überträger verschiedener Infektionen sein. EPA
Potsdam.

„Klimaveränderung und die Einfuhr infizierter Hunde aus Südeuropa können Ursachen für eine Etablierung dieses Parasiten sein, der bislang in Zentraleuropa nicht heimisch war“, teilte das Bernhard-Nocht-Institut (BNI) für Tropenmedizin am Dienstag mit. In seltenen Fällen könnten Steckmücken die Infektion auf Menschen übertragen und etwa eine Hirnhautentzündung auslösen.

Bisher seien jedoch keine in Deutschland erworbenen Infektionen bekanntgeworden. Eine Gruppe um Prof. Egbert Tannich vom BNI hat in den vergangenen zwei Jahren mit der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage (Kabs) rund 75 000 Stechmücken an 55 Orten in neun Bundesländern gesammelt. In drei Stechmückenarten aus Brandenburg entdeckten sie wiederholt Larven des Hundehautwurms Dirofilaria repens.

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