TROTZ PETITION

Seedorfer Schlaglochpiste muss weiter warten

Nahezu alle Seedorfer hatten in einer Petition gefordert, dass die Straße durch die Woldeforst endlich saniert wird. Inzwischen gab’s eine Entscheidung. Nur wurde sie den Seedorfern offenbar nicht mitgeteilt.
Denny Kleindienst Denny Kleindienst
Gerrit Stegink hat genug von den Löchern auf der Straße in der Woldeforst. Er akzeptiert zwar die Entscheidung, dass nun zunächst die andere Straße nach Seedorf saniert wird, will aber nicht locker lassen.
Gerrit Stegink hat genug von den Löchern auf der Straße in der Woldeforst. Er akzeptiert zwar die Entscheidung, dass nun zunächst die andere Straße nach Seedorf saniert wird, will aber nicht locker lassen. Denny Kleindienst
Demmin.

Zwei Wege führen von Demmin nach Seedorf. Der eine über Wotenick, der andere durch die Woldeforst. Dass die Seedorfer Letzteren bevorzugen, zeigt die Petition, die zum Jahresende der Demminer Stadtvertretung überreicht wurde. Es war der erklärte Wunsch der Einwohner, dass die Straße durch die Woldeforst endlich saniert wird. Gerrit Stegink, der sowohl Seedorfer als auch CDU-Stadtvertreter ist, gehört zu den vier Initiatoren der Petition. Von 98 Prozent der Seedorfer sei die Petition unterschrieben worden, sagt er. „Die anderen zwei Prozent waren nicht da.“

Nicht Stegink, sondern der Demminer CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Witkowski fragte nun im Hauptausschuss nach, ob die Petition sich auf die Prioritätenliste ausgewirkt hat. Die für alle Seedorfer enttäuschende Antwort lieferte Bauamtsleiter Dietmar Schmidt: Die Straße sei nicht weiter nach vorn gezogen worden. Sieht man es positiv, lässt sich immerhin sagen: Es ist nicht so, dass die Petition nichts gebracht hat. Nachdem sie eingereicht worden war, ist über das Thema in mehreren städtischen Ausschüssen beraten worden.

Prioritätenliste erneut überarbeitet

Wobei Gerrit Stegink den Eindruck hat: „Das hat sich alles so dramatisiert“. Nach seinen Worten geht es den Seedorfern nur um das Teilstück in der Woldeforst, gesprochen worden sei dann aber über die Sanierung der ganzen Plattenstraße bis nach Demmin. Plötzlich ging es auch um die aufwendige Brückensanierung am Waldausgang. Dabei, so Stegink, „müssen dort keine 40-Tonner drüberfahren.“

Tatsächlich wurde die Prioritätenliste im Mai nochmals überarbeitet, zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres, wie der Baumamtsleiter erklärt. Weiter nach vorn gerückt im Straßensanierungsplan der Stadt seien dabei aus aktuellem Anlass zwei andere Straßen. Zum einen die Straße Am Stadion, über die die Umleitung läuft, wenn dort der gesamte Bahnübergang neu gestaltet wird. Zum anderen der Richtgrabenweg aufgrund der Maßnahmen zum Hochwasserschutz. 2020 soll außerdem mit der Sanierung der Straße von Wotenick nach Seedorf begonnen werden – also des anderen Wegs nach Seedorf. Dort gibt es zunehmend Risse im Straßenbelag.

Keine Antwort auf Petition

Sowohl Bauamtsleiter Schmidt als auch Bürgermeister Michael Koch sagten im Hauptausschuss, dass nicht alles auf einmal gemacht werden könne. Koch fügte hinzu: „Wir haben die Ortsteile immer im Blick gehabt.“ Gerrit Stegink kann mit der getroffenen Entscheidung leben. Es ärgert ihn allerdings, dass es seitens der Stadt keinerlei Antwort auf die Petition gab. Er sagt: „Wir bleiben dabei. Die Strecke Woldeforst-Seedorf muss gemacht werden.“ Nach der Wahl soll das Thema wieder auf die Tagesordnung kommen. Davon geht auch Bauamtsleiter Schmidt aus.

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