Bienensterben

Demminer Schüler-AG hat fast alle Bienen verloren

Die Pestalozzi Schule in Demmin musste über den Winter große Verluste bei ihren Bienenvölkern erleben. Auf Honig müssen sie dieses Jahr wohl verzichten.
Sophia Brandt Sophia Brandt
Das Bienenvolk der Pestalozzi Schule ist trotz Regenwetters sehr aktiv. In diesem Jahr braucht es den Honig aber für sich selbst.
Das Bienenvolk der Pestalozzi Schule ist trotz Regenwetters sehr aktiv. In diesem Jahr braucht es den Honig aber für sich selbst. Sophia Brandt
Die Schulsozialarbeiterin hat mittlerweile keine Angst mehr davor gestochen zu werden.
Die Schulsozialarbeiterin hat mittlerweile keine Angst mehr davor gestochen zu werden. Sophia Brandt
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Demmin.

Die jungen Imker der Demminer Pestalozzi-Schule haben über den Winter einen Großteil ihrer Bienen verloren. Die Schüler arbeiteten in ihrer Arbeitsgemeinschaft „Honigdiebe” eng mit dem Vorsitzenden des Demminer Imkervereins, Dieter Harder, zusammen und konnten dort über den Winter ihre Bienenvölker in Sicherheit bringen. Von den drei Völkern hat allerdings nur eins überlebt.

Aber über die Monate habe sich laut Kerstin Kabelmann, Projektbetreuerin und Schulsozialarbeiterin, wohl die Varroamilbe bei den Bienenvölkern eingenistet, die Viren auf die Bienen überträgt. Diese Milbe sei die Hauptursache für das Bienensterben im Land, heißt es vom Landesimkerverband.

Schüler wollen neues Volk ansiedeln

Die Schulsozialarbeiterin bleibt trotzdem optimistisch und hat bereits große Pläne für das kommende Schuljahr. Sie will mit der Schüler-AG in den nächsten Wochen einen zweiten Bienenstock bauen und dort ein neues Volk ansiedeln. „Die Umgebung ist dafür optimal”, sagt Kerstin Kabelmann. Neben der Schule befindet sich nicht nur ein Wald, sondern auch eine größere Gartenanlage. Dort gebe es neben Raps und Lindenblüten auch eine Vielzahl von Obstbäumen.

In diesem Jahr werden die Kinder allerdings keinen Honig schleudern können. „Wir haben momentan noch rund 300 Bienen und drei Waben”, sagt Kerstin Kabelmann. Die Tiere bräuchten daher selbst ihren Honig als Futter.

Wege sind jetzt kürzer

Seit zehn Jahren gibt es dort die Schüler-Arbeitsgemeinschaft „Honigdiebe“. Bisher konnte die Schule ihre drei Bienenvölker im Demminer Hanseviertel unterbringen und verkaufte dort auch deren Honig. Seit Anfang des Monats haben die Bienen einen neuen Platz direkt neben dem Schulgebäude erhalten.

Der Umzug vom Hanseviertel zum Schulgebäude hatte dabei vorrangig organisatorische Gründe. „Jetzt sind unsere Wege kürzer”, sagt Kerstin Kabelmann.

Kommentare (7)

Bloß nicht entmutigen lassen! Auch bei mir haben viele Völker die Dürre vom letzten Sommer nicht überlebt. Sie waren einfach zu geschwächt. Wichtig: die Milben im September sorgfältig mit Ameisensäure im Liebig-Dispenser bekämpfen. Langzeitbehandlung.

Das Löschblatt verkleinern, wenn es zu warm ist. Sonst vergast ihr euch eure eigenen Bienen.

Parasiten können ganze Völker dahinraffen.

Wow! Ich bin immer wieder erstaunt darüber, mit wieviel Phantasie die Nachfolge der LTI geschaffen wird. Meine Güte, wird jetzt hier alles politisiert..und von erbärmlicher Angst gesteuert?

oder hat sie etwa nicht Recht?!

... dem LTI viel zu oft unverhohlen aus den Fingern hüpft.

Man schreibt etwas zu einem Bienenartikel, was in jedem Biologiebuch stehen könnte, schon ist die Sprachpolizei da. Fangen Sie nicht semi-intellektuell an, Abkürzungen zu benutzen. Das bringt nichts! Der, der nicht googlen will, schüttelt bei ihrer Argumentation nur mit dem Kopf und drehen Sie den Spieß nicht um! Sie haben angefangen, politisch zu argumentieren! Die Überschrift stammt übrigens auzugsweise von Galileo Galilei.