GARAGENBRAND

Polizei schnappt Brandstifter

Ein 20-Jähriger soll im Januar das Feuer gelegt haben, das in einer Garage in Demmin loderte. So weit ist die Polizei in anderen Fällen noch nicht.
Georg Wagner Georg Wagner
Zum Glück wurde der Brand in dieser Garage schnell gelöscht, der Schaden hielt sich in Grenzen.
Zum Glück wurde der Brand in dieser Garage schnell gelöscht, der Schaden hielt sich in Grenzen. Danilo Vitense
Demmin.

Brandstifter haben derzeit in Demmin keinen besonders guten Stand. Nachdem die Kriminalpolizei kürzlich den mutmaßlichen Verursacher eines Brandes, dem Ende November drei Lauben in der Anlage „Tollenseblick“ zum Opfer fielen, gefasst hat, ist ihr jetzt ein neuer Schlag gelungen. Nach Auskunft der Polizeiinspektion Neubrandenburg ermittelten die Beamten den mutmaßlichen Täter eines Garagenbrandes in der Treptower Straße. Dabei handelt es sich um einen 20-Jährigen, der in der Vergangenheit schon mehrfach wegen derartiger Delikte auffällig wurde. Er habe die Tat bereits eingeräumt, heißt es in der Mitteilung weiter.

Gebrannt hatte die alsLagerraum für ein Blumengeschäft genutzte Garage, die an ein Wohnhaus und ein Eiscafé grenzt, in der Nacht zum 26. Januar. Weil eine Zeugin sofort die Feuerwehr alarmierte, konnte diese den Brand schnell löschen. Der Schaden hielt sich mit rund 200 Euro in Grenzen. Schnell ergab sich aufgrund der Spuren vor Ort der Verdacht auf vorsätzliche Brandstiftung. Offensichtlich hatte der Täter einen Brandsatz durch ein eingeschlagenes Fenster in die Garage geworfen.

Die Staatsanwaltschaft prüft den Fall

Dieser Verdacht hat sich offensichtlich erhärtet. Im Zuge intensiver Ermittlungen stießen die Demminer Kripo-Beamten laut Inspektion schließlich auf den 20-Jährigen. „Das ist ein schöner Erfolg der Ermittler in Demmin“, sagte Polizeisprecherin Kathrin Jähner am Freitag. Damit seien die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen. Das Verfahren werde zur weiteren Entscheidung an die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg abgegeben.

Dort liegen auch weitere Akten zu Demminer Bränden, beispielsweise zu einem Fall vom August vorigen Jahres. Damals war in der Kleingartenanlage „Karl Foerster“ eine Laube abgebrannt und dadurch Schaden von rund 4000 Euro entstanden. Laut Kathrin Jähner vermutete der Brandursachenermittler eine nicht richtig ausgedrückte Zigarette als Auslöser des Brandes. Damit ging es um fahrlässige Brandstiftung. Allerdings sei es nicht mehr gelungen, den genauen Verursacher zweifelsfrei zu ermitteln.

Völlig unaufgeklärt blieb hingegen bisher der Fall des Brandes einer Baumaschine im Eingangsbereich der neuen Zweifelderhalle im November 2017. Nach Lage der Dinge konnte es sich damals nur um Brandstiftung handeln. Täter aber fand die Polizei bislang nicht. Sie hat den Fall deshalb vorerst abgeschlossen und kann nur noch auf zufällige Hinweise hoffen.

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