Entsorgung
In Demmin herrscht Müll-Notstand

Volle Mülltonnen gehören in diesen Tagen zum gewohnten Bild in und um Demmin. Teilweise haben die Abfuhrtage gewechselt.  
Volle Mülltonnen gehören in diesen Tagen zum gewohnten Bild in und um Demmin. Teilweise haben die Abfuhrtage gewechselt.  
Archiv/Georg Wagner

Übervolle Mülltonnen zählen nach dem Jahreswechsel häufig zum gewohnten Bild in der Region. In diesem Jahr liegt der Grund aber nicht nur an Weihnachten und Silvester.

Wenn Weihnachten und Neujahr vorbei sind, bleibt von den Festtagen in der Regel eines: Müll. Für viele Familien zählen die Wochen um den Jahreswechsel schon allein wegen der Verwandtenbesuche zu den abfallreichsten des Jahres. Das füllt die Tonnen und kann zu Schwierigkeiten führen wie jetzt in manchen Straßen Demmins.

Nikolai-Straße, Frauenstraße, teilweise die Gartenstadt – manche Tonne stand schon eine Woche zu früh am Straßenrand und musste voll wieder zurückgeschoben werden. Denn das neue Jahr brachte manchem neue Abfuhrrhythmen. Zwar werden die Tonnen satzungsgemäß auch weiterhin alle 14 Tage geleert, aber weil sie mancherorts nun in geraden Kalenderwochen abgeholt werden statt wie im alten Jahr in ungeraden, bleiben sie über den Jahreswechsel für drei Wochen stehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Bürger deshalb mit ihren Abfällen vor übervollen Tonnen stehen. Gerade bei der Einführung der einheitlichen Entsorgung für den gesamten Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Anfang 2016 hatte es zahlreiche Beschwerden wegen neuer Abfuhrtermine gegeben. Allerdings hing das damals auch damit zusammen, dass der Abfallratgeber mit den neuen Tourenplänen in manchen Bereichen wie beispielsweise Wesenberg zu spät zugestellt wurde.

Es haben sich schon viele Leute beschwert

Dass sich nun mancherorts der Zeitraum durch den Jahreswechsel und neue Tourenpläne vorübergehend wieder verlängerte, sei letztlich nicht zu vermeiden, hieß es jetzt auf Anfrage des Nordkurier von der Kreisverwaltung. Auch dort ebenso wie beim Entsorgungsunternehmen Remondis weiß man aber um die Schwierigkeiten der Bürger. „Bei Remondis haben auch schon Leute angerufen“, so Kreissprecherin Haidrun Pergande.

Nach ihrer Auskunft soll deshalb wie schon Anfang 2016 in den betroffenen Straßen wieder eine Kulanzregelung gelten. Einmalig müssen Bürger dort keine zusätzlichen Restabfallsäcke kaufen, sondern können Müll auch in gewöhnlichen Tüten oder Säcken neben die Tonne stellen. Die würden dann gleichfalls mitgenommen. „Bei Remondis weiß man Bescheid“, sagte Haidrun Pergande. Die entsprechenden Säcke sollten aber ordentlich verschlossen sein, und die Kulanzregelung gilt auch nur für diesen ersten Abholtermin im Jahr.