PARKPLÄTZE

Loitz will seinen Schilderwald auslichten

Die Parkregeln in Loitz scheinen ziemlich uneinheitlich, insbesondere an der Ortsdurchfahrt. Die Kommune, die an besonderen Schwerpunkten verstärkt kontrolliert, will jetzt Veränderungen beantragen.
Stefan Hoeft Stefan Hoeft
Entlang der Goethestraße zieht sich ein langer Schilderwald durch Loitz, dessen unterschiedliche Parkzeit-Limits für zusätzliche Verwirrung sorgen.
Entlang der Goethestraße zieht sich ein langer Schilderwald durch Loitz, dessen unterschiedliche Parkzeit-Limits für zusätzliche Verwirrung sorgen. Stefan Hoeft
Ohne das Schild eingeschränktes Halteverbot wäre in den so gekennzeichneten Bereichen nicht nur das Parken auf dem Bürgersteig erlaubt, sondern ebenso am Rand der Fahrbahn.
Ohne das Schild eingeschränktes Halteverbot wäre in den so gekennzeichneten Bereichen nicht nur das Parken auf dem Bürgersteig erlaubt, sondern ebenso am Rand der Fahrbahn. Stefan Hoeft
Loitz.

„Wir haben in Loitz ein Parkproblem. Es wurden zwar Parkplätze geschaffen, die aber bei Weitem nicht reichen.“ So jedenfalls erklärte es Einwohner Horst Triphan jetzt in der Fragestunde bei der Stadtvertretung. Im Blick hat er dabei vor allem die Ortsdurchfahrt mit der langen Goethestraße, die mit einer wahren Flut an Schildern aufwartet, die das Halten und Parken regeln sollen.

Insbesondere aus Richtung Grimmen kommend, gilt der erste Abschnitt stadteinwärts als Tabuzone fürs Abstellen von Autos, auf der gegenüberliegenden Seite dürfen die Wagen hingegen meist geparkt werden. Zumindest komplett auf dem hier breiten Bürgersteig zwischen dessen Bäumen, die Fahrbahn selbst aber ist frei zu halten.

Das gilt weiter in Richtung Zentrum dann auf beiden Seiten bis zum Postberg, wobei entlang der Hauptgeschäftszeile eine Parkuhr nötig ist. Das jeweilige Limit indes schwankt je nach Standort – auf der einen Seite eine halbe Stunde, auf der anderen eine ganze.

Behindertenparkplatz blockiert

Nehmt die Schilder doch weg. Oder das Ordnungsamt muss da auch mal kontrollieren“, warf Triphan in den Raum. Nach seiner Erfahrung stelle dort nämlich so mancher sein Auto so lange ab, wie er wolle – ohne Konsequenzen. Gleiches sehe er immer wieder an der Palmstraße vor der Apotheke, wo 30 Minuten Parkdauer erlaubt sind, und gleich um die Ecke vor der Sparkasse, wo überdies der Behindertenparkplatz blockiert werde.

Dass dies generell ungestraft bleibt, diesen Vorwurf wies Bürgermeisterin Christin Witt zurück. Denn gerade um Sparkasse und Apotheke herum kontrollierte die Verwaltung inzwischen regelmäßig und verteile Knöllchen. Es sei sogar so, dass es Beschwerden im Rathaus durch solche ertappten Parksünder gab, berichtete sie den Stadtvertretern.

Beim Loitzer Schilderwald indes bestätigte sie Handlungsbedarf. Zum einen, weil die vielen Tafeln zum Thema Parken sicher einige Autofahrer überfordern und mitunter irreführend erschienen, zum anderen, weil es um eine einheitliche Handhabe bei den Zeitlimits geht.

Kommune kann nicht entscheiden

Gerade entlang der Goethestraße resultiere manche Einschränkung noch aus jener Zeit, als es sich bei der Loitzer Ortsdurchfahrt um eine Bundesstraße handelte. „Wir wollen versuchen, das künftig zu vereinfachen, nur werden wir die Schilder nicht alle wegnehmen können“, ergänzte Christin Witt im Gespräch mit dem Nordkurier. Dies gelte etwa im Bereich von Einmündungen und Auffahrten, um den Verkehrsteilnehmern dort nicht die Sicht zu versperren.

Allerdings obliegt die Entscheidung darüber gar nicht der Kommune, stellte sie klar, dies dürfe nur mit Erlaubnis der unteren Verkehrsbehörde beim Landratsamt geschehen. Deshalb habe ihr Bauamt jetzt die Strecke noch einmal genau unter die Lupe genommen und sich sämtliche Schilder angesehen, nächste Woche würden daraus entsprechende Anträge an den Landkreis folgen. Wie lange es bis zur Genehmigung beziehungsweise Umsetzung dauert, scheint schwierig vorauszusagen, die Loitzer müssen wohl von mindestens ein paar Monaten ausgehen.

Derweil können sie an anderer Stelle in Parkfragen mit einer Entspannung rechnen: Am Rand des wegen eines baufälligen Gebäudes kurzfristig abgesperrten öffentlichen Parkplatzes an der Breiten Straße liefen am Freitag die letzten Bauarbeiten. Eine Gützkower Firma hatte den oberen Teil des Gemäuers abgebrochen, das Gelände ringsherum beräumt und setzte zum Schluss ein Notdach obenauf. Wenn die Sicherung des Hofes dort erfolgt sei, könne das Areal wieder freigegeben werden, erklärte Bauamtsleiterin Christiane Strobl. Was im Laufe des Montags passieren soll.

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