ERSTE PLANUNG VORGESTELLT

In Wüstenfelde wird endlich die Straße erneuert

Hat das ewige Theater um die Straße in Wüstenfelde tatsächlich bald ein Ende? Die Stadt Loitz will schon in wenigen Wochen den Hauptfördermittelantrag auf den Weg bringen.
Langsam aber sicher soll es der Straße Zum Storchennest in Wüstenfelde jetzt doch tatsächlich ans alte Pflaste
Langsam aber sicher soll es der Straße Zum Storchennest in Wüstenfelde jetzt doch tatsächlich ans alte Pflaster gehen. Mitarbeiter des Loitzer Bauamtes reichen noch in diesem Sommer einen Fördermittelantrag ein. Der wird gegenwärtig vorbereitet. Ulrike Rosenstädt
Schon lange beklagen die Anwohner den schlechten Zustand der Straße. Das Pflaster hat sich abgesenkt, die Fahrbahnr&auml
Schon lange beklagen die Anwohner den schlechten Zustand der Straße. Das Pflaster hat sich abgesenkt, die Fahrbahnränder sind ausgespült, das Regenwasser kann nicht mehr abfließen. Ulrike Rosenstädt
Wüstenfelde.

Also doch: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“ Der Ortsbeiratsvorsitzende von Zeitlow, Sophienhof und Wüstenfelde Frank Baresel hat nicht locker gelassen. Immer und immer wieder ist er über Jahre dran geblieben, hat dafür gesorgt, dass das Thema Straßensanierung in Wüstenfelde auf den Tagesordnungen des Bauausschusses und schließlich auch bei der Loitzer Stadtverwaltung auf dem Beratungstisch landet.

Während bisher vertröstet und vor allem hauptsächlich Kosten abgewogen wurden, kamen jetzt zum ersten Mal konkrete Fakten zur Sprache, die die große Hoffnung zulassen, dass es tatsächlich klappen kann mit dem Straßenbau in Wüstenfelde. „Bis August muss der Hauptförderantrag für dieses Projekt eingereicht werden. Aus diesem Grunde haben wir ein Ingenieurbüro in Neukalen mit der Vorplanung beauftragt“, informierte die Loitzer Bauamtsleiterin Christiane Strobl während der jüngsten Bauausschusssitzung.

Straßenpflaster und -platten sind abgesackt

Gern übergab sie das Wort an Tom Knoche, der zur Sitzung eingeladen war, um den derzeitigen Stand der Vorplanung für den Bau der Dorfstraße in Wüstenfelde erstmals vorzustellen. „Es handelt sich um den Abschnitt Zum Storchennest, der sich derzeit baulich in einem sehr schlechten Zustand befindet. Pflaster und Betonplatten sind abgesackt, sodass bei Regen das Wasser nicht richtig abgeleitet werden kann. In der Folge bilden sich regelmäßig große Pfützen“, beschrieb der Planer den Ist-Zustand. Die rund fünf Meter lange Fahrbahn soll künftig mit überfahrbaren Gehwegen ausgestattet werden, zudem sollen Banketten und eine Wendeanlage für die Müllentsorgung entstehen.

Um das umsetzten zu können, müsste noch eine kleine Fläche käuflich erworben werden. Die Planer schlagen zudem den Bau eines zentralen Regenentwässerungskanals vor. „Vorhandene Kanäle könnten zurückgebaut werden“, erklärte Tom Knoche. Doch damit nicht genug. „Im Zuge der Erneuerung der Straße sollte auch ihre Beleuchtung ausgewechselt werden. Die jetzige ist bereits zwischen 40 und 50 Jahre alt.“ Allerdings ist dieser Arbeitsschritt nicht Bestandteil in der derzeitigen Planungsleistung, die das Büro aus Neukalen gerade erbringt.

Betonpflaster als Kompromiss fürs Dorfbild

Das waren reichlich Informationen, die im Raum umherschwirrten. Doch nach der coronabedingten langen Sitzungspause hatten die Bauausschussmitglieder bei den Ausführungen des Gastredners ganz besonders aufmerksam hingehört und auch Klärungsbedarf angemeldet: beispielsweise als es um die Auswahl des Belags ging. Das Planungsbüro schlägt nämlich vor, Fahrbahn und Gehweg mit einem Betonpflaster auszustatten. „Wir sehen darin eine Art Kompromiss zum Dorfbild. Diese Art von Belag passt besser als Asphalt“, erklärte Tom Knoche. Allen im Raum war schnell klar, dass Asphaltbelag sicher kostengünstiger wäre als Betonpflaster. Das noch einmal zu überdenken, regte Ausschussvorsitzender Jens Steinfurth (CDU) an.

Geschätzte Kosten: Fast 600.000 Euro

Ausschussmitglied Helmut Spihalla (AfD) hakte in Sachen überfahrbare Gehwege und Banketten nach und wollte wissen, ob diese Lösung auch dem landwirtschaftlichen Verkehr standhalten kann. „Der Bau im Ganzen kann Lastverkehr aushalten. Doch nach unseren Informationen fährt dort kein regelmäßiger Ernteverkehr entlang“, sagte der Planer. Jens Steinfurth regte an, Detailfragen auch noch einmal im Ortsbeirat zu beraten. „Wir haben uns schon eine Meinung gebildet, vier von fünf Mitgliedern haben der Vorplanung so, wie sie jetzt auch hier vorgestellt wurde, zugestimmt“, berichtete Frank Baresel (CDU).

Die derzeitige Kostenschätzung beträgt übrigens rund 590.000 Euro. In dieser Summe enthalten sind die Kosten für Straßen-, Kanal- sowie die Baunebenkosten. Schon klar, dass ohne Förderung nichts geht. Bleib zu hoffen, dass die Loitzer einen entsprechend großen Topf anzapfen können, um das Sanierungsprojekt Wüstenfelder Straße Zum Storchennest endlich realisieren zu können.

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