Brand zerstört Eigenheim
Feuer frisst sich durch den ganzen Dachstuhl

Mit Schlauchleitungen pumpten die Kameraden Löschwasser vom offenen Mühlengraben zum Einsatzort. 
Mit Schlauchleitungen pumpten die Kameraden Löschwasser vom offenen Mühlengraben zum Einsatzort.
Georg Wagner

Dicker Rauch und immer wieder Flammen: Einem Brand im Demminer Richtgrabenweg ist am Mittwoch mindestens der Dachstuhl eines Eigenheimes zum Opfer gefallen.

Im ersten Augenblick wunderte sich das Paar im Demminer Richtgrabenweg nicht weiter über den Geruch. „Wir dachten, der Nachbar heizt wieder“, erzählte der Mann. Doch wenig später stellte sich die dramatische Wahrheit heraus. Rauch drang am Mittwochnachmittag aus dem Dach des einstöckigen Eigenheimes nebenan, beißender Brandgeruch breitete sich über der Innenstadt aus. Dicke dunkle Rauchwolken quollen da schon aus dem Gebälk des Hauses, dessen Dachstuhl in Brand geraten war.

Gegen 16 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr alarmiert. Sie rückte mit sieben Fahrzeugen und 26 Mann aus, später stießen Kräfte der Loitzer Feuerwehr zur Unterstützung dazu. Trotz des schnellen Einsatzes aber hatten die Kameraden zunächst sichtlich Mühe, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Immer wieder schlugen an verschiedenen Stellen Flammen aus dem Dach, verwandelten sich anscheinend Glutnester in offenes Feuer.

Dicker Rauch über der Innenstadt

Im dicken Rauch konnten die Löschtrupps auf dem Dach teilweise nur mit Atemschutzgeräten dagegen ankämpfen, und sie hatten auch mit den örtlichen Gegebenheiten zu tun. „Man kommt ja mit Fahrzeugen nicht rauf“, sagte Einsatzleiter Thomas Rohleder. Immerhin, allzu lange Schlauchleitungen musste die Feuerwehr nicht legen. Löschwasser konnte sie unter anderem aus dem offenen Mühlengraben pumpen.

Schnell hatten sich auch zahlreiche Schaulustige eingefunden. Mit Hilfe der Polizei drängte die Feuerwehr sie zumindest auf den gegenüberliegenden Gehweg und vom Bereich der Grundstückseinfahrt ab, sodass keine Behinderungen mehr entstanden.

Gegen 17 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Der Dachstuhl sei komplett weg, schätzte Einsatzleiter Rohleder. Nach Angaben der Polizeiinspektion Neubrandenburg beläuft sich der Schaden auf circa 150.000 Euro. Immerhin, verletzt wurde offenbar niemand. Laut Polizei befand sich während des Brandes niemand im Wohnhaus.