Technischer Defekt als Auslöser
Eigenheim-Brand lässt Sommertraum platzen

Vom Dach des Eigenheimes im Richtgrabenweg blieb nach dem Brand nur das verkohlte Gebälk übrig. Dort mussten die Kameraden das Feuer von allen Seiten bekämpfen.  
Vom Dach des Eigenheimes im Richtgrabenweg blieb nach dem Brand nur das verkohlte Gebälk übrig. Dort mussten die Kameraden das Feuer von allen Seiten bekämpfen.
Georg Wagner

Peter Krüger hatte sich schon darauf gefreut, im Sommer wieder in seinem Garten zu sitzen. Doch nach dem Brand seines Hauses im Demminer Richtgrabenweg hat er jetzt andere Sorgen.

Am Tag nach dem Brand steht Peter Krüger schon wieder in seiner Fleischerei. „Was“, sagt er, „soll ich auch sonst machen?“ Das Leben geht nun einmal ungeachtet aller Schicksalsschläge weiter, und viel tun in seinem zerstörten Zuhause könnte Peter Krüger jetzt ohnehin nicht. Dort im Richtgrabenweg hat am Tag danach der Brandursachenermittler das Sagen.

Technischer Defekt war Ursache

Peter Krüger wirkt gefasst, doch hinter dem freundlich lächelnden Gesicht, so scheint es, arbeitet noch die Erinnerung an die Dramatik des vorherigen Tages nach.

Am Donnerstagabend kommt dann nach der Arbeit des Gutachters die Bestätigung von der Polizeiinspektion Neubrandenburg: Brandursache sei ein technischer Defekt. Der hatte schlimme Folgen.

Gegen 16 Uhr am Mittwoch war die Feuerwehr zum Einsatz in den Richtgrabenweg gerufen worden. Etwa um die gleiche Zeit riss ein Anruf Peter Krüger aus der Arbeit und brachte den Schock. Krüger fuhr sofort los nach Hause, aber dort war für ihn schon nichts mehr zu machen. „Man konnte nur noch zuschauen“, sagt er. Zum Glück war niemand sonst im Haus, auch nicht seine drei Hunde. „Die sind tagsüber immer draußen. Ihnen ist nichts passiert.“ So sei es „nur“ bei Sachschaden geblieben.

Peter Krüger spricht die Gänsefüßchen im „nur“ mit. Sie drücken die ganze Gefühlslage aus zwischen Erleichterung darüber, dass keine Menschen zu Schaden kamen, und dem Schmerz wegen des zumindest vorläufig verlorenen Heims, des materiellen Schadens in Höhe von circa 150 000 Euro, des Schocks über das Unglück.

Nur noch verkohltes Gebälk

Das ließ über den Wohnräumen nur verkohltes Dachgebälk übrig, das am Tag danach schwarz und rußig in den Himmel ragt über den hellen Mauern des Erdgeschosses. In den nächsten Tagen will er schauen, ob noch etwas Brauchbares übrig blieb. Vorerst kann er immerhin bei seiner Stiefschwester wohnen. „Ich hoffe“, sagt er, „dass ich das Haus sanieren kann.“