Warten auf Fördermittel
Der Demminer Kunstrasenplatz soll dieses Jahr kommen

Staubtrocken statt sattgrün präsentiert sich der Sportplatz auf der Friesenhöhe oberhalb des Demminer Stadions. Dort soll der neue Demminer Kunstrasenplatz gebaut werden.
Staubtrocken statt sattgrün präsentiert sich der Sportplatz auf der Friesenhöhe oberhalb des Demminer Stadions. Dort soll der neue Demminer Kunstrasenplatz gebaut werden.
Denny Kleindienst

Auf der Demminer Friesenhöhe soll bald ein Kunstrasenplatz gebaut werden. Doch wie bald wird das sein? Bei den Demminer Fußballern wächst die Ungeduld. Von Bürgermeister und Bauamtsleiter gibt es nun eine klare Aussage.

Es geht nicht ums Ob, es geht ums Wann. Demmins Bürgermeister Michael Koch kam in den vergangenen Wochen und Monaten selbst immer wieder auf das Thema Kunstrasenplatz zu sprechen. So sagte er schon während der Sportler- und Züchter-Ehrung im Januar, dass für den Baustart des Kunstrasenplatzes auf der Friesenhöhe nur noch der Förderbescheid aus Schwerin fehle. Und der fehlt nach wie vor. „Wir haben ihn noch nicht auf dem Tisch“, so Koch.

Immerhin: Mündlich wurden die Fördermittel zugesagt. „Wir haben die positive Rückmeldung aus dem Bildungs- und dem Innenministerium“, sagt der Bürgermeister. Im städtischen Haushalt für 2019 ist der Kunstrasenplatz ebenfalls eingeplant. Demmins Bauamtsleiter Dietmar Schmidt erklärte nun auch im Demminer Stadtentwicklungsausschuss: Wenn nichts dazwischenkommt, sei die Finanzierung gedeckt.

Im Sommer soll gebaut werden

Man muss dieses „Wenn“ gar nicht als mögliche Ausrede verstehen, als Hintertürchen, das sich die städtische Verwaltung offen lässt. Eher das Gegenteil ist der Fall: Zur Not baut die Stadt erst einmal auf eigene Kosten. Stand jetzt sei, dass vorzeitig mit der Baumaßnahme begonnen wird, sagt der Bauamtsleiter. „Wenn“ – und das ist die eigentliche Schwierigkeit –„wir eine Baufirma finden.“ Der Plan ist, im Sommer zu bauen und im August oder September fertig zu sein. Heißt: Noch ein halbes Jahr, dann soll es auf der Friesenhöhe einen Kunstrasenplatz geben.

Noch kann allerdings keine hundertprozentige Aussage zu den Baukosten gemacht werden, wie die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses vom Projektplaner erfuhren. So ist noch eine weitere Planungsphase nötig, einige bauliche Details sind noch zu klären. In jedem Fall nicht in der Kostendeckung inbegriffen sind neue Umkleidekabinen am Stadion. Doch die dürften viele Sportler ohnehin als Bonus ansehen. Was zählt, ist der neue Platz, der ersehnte Kunstrasen.

Kommentare (1)

Millionen grüner Plastikpartikel gelangen in die Natur, wenn man den Kunstrasen benutzt. Sie spielen sich ab. Der Trend zum ganzjährig bespielbaren Rasen ist alles andere als ökologisch.