FÜR DEN ERNSTFALL

Demmin investiert viel Geld in Brandschutz an Schulen

Bereits im Herbst 2018 hatte der Landkreis die Stadtverwaltung dazu aufgefordert, beim Brandschutz an den Demminer Schulen aufzurüsten. Mittlerweile sind die ersten Schritte dafür getan.
Beruhigende Nachbarschaft: Die Feuerwehr liegt gleich neben der Heinrich-Zille-Grundschule. Im Schulgebäude werden trotzd
Beruhigende Nachbarschaft: Die Feuerwehr liegt gleich neben der Heinrich-Zille-Grundschule. Im Schulgebäude werden trotzdem Nachbesserungen für den Brandschutz fällig, die voraussichtlich noch 2020 beginnen sollen. NK-Archiv
Demmin.

Sehr weit hätten es die Kameraden der Demminer Feuerwehr nicht, wenn in der Fritz-Reuter-Schule oder der Grundschule „Heinrich Zille“ ein Feuer ausbrechen sollte. Die eine liegt nur knapp 200 Meter entfernt, die andere befindet sich gleich gegenüber vom Löschgerätehaus. Aber so kurz die Wege auch sein mögen, das allein würde weder die erforderliche Sicherheit garantieren, noch reicht es aus, um geltende Brandschutzvorschriften zu erfüllen. Und an Letzterem hapert es laut Kreisverwaltung offenbar. So waren bei einer Brandverhütungsschau im Herbst 2018 an beiden Standorten „insbesondere Defizite bei der brandschutztechnischen Sicherheit der Rettungswege“ bemängelt worden.

Jede Schule hat jetzt ein Brandschutzgutachten

Eine akute Gefährdung für Schüler und Lehrer besteht dadurch allerdings nicht, wie Demmins Bauamtsleiter Dietmar Schmidt auf Nordkurier-Nachfrage erneut versicherte. „Alle Schulgebäude sind betriebssicher, sonst hätten die Kreisbehörden nach der ersten Überprüfung bereits entsprechende Sperrungen verhängt“, betonte Schmidt und verwies auf die Schritte, die bereits eingeleitet wurden, um den Auflagen des Landkreises nachzukommen.

So gebe es mittlerweile für jedes der drei Schulgebäude ein eigenes Brandschutzgutachten, das auf der Grundlage von 3D-Vermessungen erstellt wurde. „Derzeit suchen wir noch nach einem geeigneten Planungsbüro, das die Entwurfspläne dazu erarbeitet und mit den weiteren Vorbereitungen für diese Baumaßnahme betraut wird“, erklärt Schmidt.

Schon eine Brandschutztür kostet 10.000 Euro

Fest steht: Billig wird die vom Kreis geforderte Nachrüstung nicht gerade. Denn schon eine einzige Brandschutztür kostet bis zu 10.000 Euro. Und der aufwendige Einbau in so ein denkmalgeschütztes Gebäude, wie das der Reuter-Schule, kann das Ganze noch zusätzlich verteuern. Die Stadtverwaltung hat deshalb eine knappe Million im aktuellen Haushaltsplan für den verbesserten Brandschutz eingestellt.

Noch in diesem Jahr soll es losgehen

Wann der Umbau erfolgen kann, hängt vor allem davon ab, wie schnell Firmen gefunden werden, die die Brandschutzarbeiten durchführen. Doch Schmidt gibt sich optimistisch: „Wir streben an, noch in diesem Jahr mit der Sanierung zu beginnen.“ Ob dieses ehrgeizige Ziel auch tatsächlich eingehalten werden kann, bleibt abzuwarten. Das nötige „Kleingeld“ ist jedenfalls vorhanden.

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