Aufmarsch in Demmin
Das sind die Pläne vom Aktionsbündnis 8. Mai

Dirk Bruhn, Michael Steiger und Gundula Meyer vom Aktionsbündnis 8. Mai holen schon mal das Transparent raus. Sie hoffen, dass viele Menschen sich am Demminer Stadtspaziergang und weiteren Aktionen beteiligen.
Dirk Bruhn, Michael Steiger und Gundula Meyer vom Aktionsbündnis 8. Mai holen schon mal das Transparent raus. Sie hoffen, dass viele Menschen sich am Demminer Stadtspaziergang und weiteren Aktionen beteiligen.
Denny Kleindienst

Auch in diesem Jahr wird das Aktionsbündnis 8. Mai mit Gegenveranstaltungen auf den Trauermarsch der Rechten reagieren. Alles wie immer also? Nicht ganz.

Etwa 3500 Meter lang ist die Strecke vom Demminer Stadion durch die Innenstadt zum Hafen und wieder zurück. Der Weg also, den die Rechten auf ihrem Trauermarsch am 8. Mai die letzten Jahre genommen haben. Das Aktionsbündnis 8. Mai möchte deshalb dieses Mal Spenden in Höhe von 3500 Euro sammeln, einen Euro für jeden Meter, den die Rechten laufen.

Das Geld soll unter anderem in die Flüchtlingsarbeit fließen (der Nordkurier berichtete). „Die Resonanz ist positiv im Moment“, sagt Gundula Meyer, die schon Demminer Gewerbetreibende als Spender gewinnen konnte. Noch werden aber Spender gesucht.

Zwei Kundgebungen während eines Stadtspaziergangs

Derweil läuft die Planung für weitere Aktionen am 8. Mai. Seit März treffen sich die Mitglieder des Aktionsbündnisses zweimal im Monat. Bis zu 18 Leute kommen bei diesen Treffen zusammen, laut Gundula Meyer sind in diesem Jahr auch mehr junge Leute dabei. Wie die Jahre zuvor veranstaltet das Aktionsbündnis wieder ein Friedensfest am Hafen und lädt zum Stadtspaziergang ein. Am Hafen werden unter anderem Schülerbands und regionale Bands auftreten. Um 17.30 Uhr soll von dort aus der Stadtspaziergang beginnen.

Die genaue Route ist noch nicht klar. Der Spaziergang soll aber bis zum Ernst-Barlach-Platz und wieder zum Hafen zurückführen. Über eine Veranstaltung auf dem Demminer Marktplatz, die etwas weniger laut als das Fest im Hafen ist, wird noch nachgedacht. Die Stadt würde dem Aktionsbündnis dafür ihre Bühne zur Verfügung stellen.

Zwei Kundgebungen sind während des Stadtspaziergangs vorgesehen. Auf dem Markt, am Luisentor und eventuell am Gesellius-Platz sind zudem noch Mahnwachen geplant, die teils von Greifswalder und Neubrandenburger Gruppen initiiert werden. An diesen Punkten führt voraussichtlich auch der Trauermarsch vorbei. Dort sollen die Teilnehmer des Trauermarsches über Lautsprecher auch direkt angesprochen werden. Da deren Trauermarsch zu einem Spendenlauf umgedeutet werden soll, „soll der Spendenlauf auch moderiert werden“, sagt Gundula Meyer. Falls es den Rechten nicht passt, könnten sie ja umkehren. Sie sagt: „Keiner muss bis zum Schluss bleiben.“

Kommentare (1)

freuen sich schon darauf, den ganz und gar berechtigten stillen Trauermarsch zu stören. Die Freude darüber steht den Aktivisten schon ins Gesicht geschrieben. Sie finden das niemals bestrafte sowjetische Kriegsverbrechen von Demmin mit 1000 Toten lustig. Ganz so, als gäbe es was zu feiern! Ich sage es dir nochmals - GUNDULA MEYER - gehe in dich! Hier schreibt dein schlechtes Gewissen.