AZUBIS GESUCHT

Bremst die Krise den Demminer Ausbildungsmarkt?

Wirtschaftliche Unsicherheit und Zukunftssorgen durch die Pandemie lassen die Ausbildungsbereitschaft vielerorts sinken. Doch in Demmin werden noch Azubis gesucht.
Obwohl das Ausbildungsjahr bei vielen Unternehmen bereits am 1. August begonnen hat, ist es noch nicht zu spät, sich um e
Obwohl das Ausbildungsjahr bei vielen Unternehmen bereits am 1. August begonnen hat, ist es noch nicht zu spät, sich um eine Lehrstelle zu bewerben. In Demmin sind noch einige Betriebe auf der Suche. © bluedesign - Fotolia.com
Demmin.

Kurzarbeit, finanzielle Einbußen, Existenzängste: Durch die Auswirkungen der Corona-Krise fahren so einige Unternehmen in der Seenplatte „auf Sicht“. Angesichts der ungewissen Entwicklung des weiteren Infektionsgeschehens und der damit verbundenen negativen Folgen für die Wirtschaft wird äußerst vorsichtig agiert: Das bekommen mitunter auch die Jugendlichen zu spüren, die momentan noch auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, heißt es von der Agentur für Arbeit in Neubrandenburg.

41 Jugendliche noch ohne Stelle

Allerdings sei dieser Corona-Effekt auf dem Ausbildungsmarkt im Gegensatz zu anderen Regionen in Deutschland eher minimal und betreffe vor allem die großen Industriebetriebe, die woanders angesiedelt sind. „Die meisten regionalen Unternehmen suchen nach wie vor intensiv nach Fachkräften“, versichert eine Sprecherin der Arbeitsagentur. Der Nachwuchs sei gefragt. Immerhin würden jedes Jahr fast doppelt so viele Menschen in den Ruhestand gehen wie gleichzeitig aus der Schule kommen, erklärt sie.

Wie aus jüngsten Statistiken hervorgeht, hat sich das Bewerber-Stellen-Verhältnis im Bereich der Geschäftsstelle Demmin im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. 102 junge Bewerber haben sich auf der Suche nach einer Lehrstelle beim Amt registrieren lassen, dem stehen allerdings nur 79 gemeldete Ausbildungsplätze gegenüber. Davon sind 30 Stellen noch unbesetzt, 41 Ausbildungssuchende haben bislang keinen Vertrag in der Tasche. Es gibt demnach mehr potenzielle Bewerber als Angebote: Ein Trend, der sich gerade in kleineren Städten schon seit Jahren immer mehr abzeichnet. „Sicher ist es mittlerweile schwieriger geworden, direkt vor der eigenen Haustür etwas Passendes zu finden. Aber generell sind wir, was das Ausbildungsangebot im gesamten Landkreis betrifft, sehr gut aufgestellt“, meint der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse.

Stadtwerke und Hotel suchen noch

Er appelliert zudem an die Verantwortlichen, auch jungen Menschen mit Handicap und Jugendlichen, die vielleicht erst auf den zweiten Blick zur ersten Wahl werden, eine Chance zu geben. „Wenn sich die Geschäftsführer dazu entscheiden, benachteiligte Bewerber auszubilden, können diese mit unserer Hilfe unterstützt werden“, betont der Chef der Arbeitsagentur.

Auch wenn das Ausbildungsjahr bei den meisten Betrieben bereits zum 1. August begonnen hat, haben die Demminer Jugendlichen weiterhin die Möglichkeit, eine Lehrstelle in ihrer Heimatstadt zu bekommen – noch dazu in verschiedenen Branchen. So vergeben die Stadtwerke aktuell einen Ausbildungsplatz als Elektroniker/in in der Fachrichtung Energie- und Gebäudemanagement. Im 3-Sterne-plus Hotel Trebeltal können sich Schulabgänger ab sofort als Restaurantfachmann-/frau ausbilden lassen. Und die Demminer Maschinenbau Technik GmbH (DTM) sucht zum 1. September einen Azubi, der den Beruf des Konstruktionsmechanikers erlernen möchte.

Weitere Stellenangebote gibt es im Internet unter www.jobboerse.arbeitsagentur.de.

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