VANDALISMUS AN DER PEENE

Unbekannte verbrennen Bank an Wasserrastplatz Sophienhof

Ein Fall von Vandalismus auf dem Gelände des Sophienhofer Wasserwander-Rastplatzes sorgt für viel Ärger. Dabei ist hier coronabedingt noch nicht einmal geöffnet.
Ortsbeiratsvorsitzender Frank Baresel zeigt auf die Spuren, die diejenigen hinterlassen haben, die das Sitzensemble zerst&ouml
Ortsbeiratsvorsitzender Frank Baresel zeigt auf die Spuren, die diejenigen hinterlassen haben, die das Sitzensemble zerstört haben. Eine der Bänke wurde aus der Verankerung gerissen und dann verbrannt. Ulrike Rosenstädt
An dieser Stelle verweilten bisher viele friedliche und dankbare Tagestouristen, die gern am Wasserwander-Rastplatz Pause einl
An dieser Stelle verweilten bisher viele friedliche und dankbare Tagestouristen, die gern am Wasserwander-Rastplatz Pause einlegen, um die Natur zu genießen. Allerdings hat die Idylle jetzt einen Riss bekommen. Ulrike Rosenstädt
Dicke Bolzen, mit denen die Bank befestigt war, lagen noch Tage nach der Tat in der Feuerstelle.
Dicke Bolzen, mit denen die Bank befestigt war, lagen noch Tage nach der Tat in der Feuerstelle. Ulrike Rosenstädt
Sophienhof.

„Corona-Stress hin oder her. Dafür gibt es überhaupt keine Entschuldigung.“ Der Ortsbeiratsvorsitzende von Zeitlow, Wüstenfelde und Sophienhof Frank Baresel macht aus seiner Enttäuschung und auch seiner Verärgerung über den jüngsten Fall von Vandalismus auf dem Gelände des Wasserwander-Rastplatzes in Sophienhof keinen Hehl: Ganz offensichtlich hatten sich in den zurückliegenden Tagen – trotz Verbotes – bisher noch Unbekannte Zugang zum abgesperrten Gelände verschafft. Das allein ist in Corona-Zeiten ein Verstoß. Doch dabei blieb es nicht: Wie an den Spuren an der Feuerstelle deutlich zu erkennen war, wurde eine der Bänke gewaltsam aus den Verankerungen gerissen und verbrannt.

Frank Baresel zeigte vor Ort auf die Spuren. In den Kohleresten von der verbrannten Holzbank lagen dicke Bolzen. „Es handelt sich ganz eindeutig um einen Fall von Vandalismus. Das ist so ärgerlich. Die einen bauen auf, bereiten die Saison vor und, noch bevor diese offiziell begonnen hat, reißen andere diese Arbeit wieder ein“, sagte Frank Baresel. Der Wasserwander-Rastplatz in Sophienhof ist ein beliebter Anlaufpunkt vor allem für Peene-Paddler, die den Steg zum Anlegen nutzen, um auf der sehr idyllisch gelegenen Anlage Rast zu machen. Auch ein Toilettenwagen steht den Gästen dort zur Verfügung. Der wurde aus seinem Winterquartier, das sich auf dem städtischen Bauhofgelände befindet, bereits zum Rastplatz Sophienhof gebracht, bleibt vorerst allerdings noch verschlossen. „Es ist nicht ganz klar, wann die Anlagen, auch die in Zeitlow, nun wieder offiziell genutzt werden können“, bedauerte Frank Baresel. Die Bürger würden schon fragen. Gern würde er konkrete Antworten geben.

Schaden soll schnell behoben werden

So geht es auch Bürgermeisterin Christin Witt: „Wir haben zum Umgang auf den Wasserwander-Rastplätzen in Zeitlow und Sophienhof noch keine ganz konkreten Aussagen vom Land. Diese Orte kommen in den zahlreichen Bestimmungen, die uns als Verwaltung derzeit fast täglich erreichen, überhaupt nicht vor.“ Die Bürgermeisterin betonte, dass sie an dieser Stelle gern Konkreteres sagen würde. „Wir informieren, sobald wir Näheres wissen“, vertröstete sie auf die kommende Woche.

Ihr sei wohl bewusst, dass die Rastplätze nicht allein von der Landseite besucht, sondern auch von der Wasserseite angesteuert werden. Den sehr ärgerlichen Zwischenfall in Sophienhof bedauerte sie sehr: „Das geht überhaupt nicht, was dort passiert ist. Ich teile den Ärger mit dem Anwohner und stehe dazu im Austausch mit dem Ortsbeiratsvorsitzenden. Wir werden versuchen, den Schaden schnell zu beheben, die Bank zu ersetzten. Möglicherweise müssen wir den Platz auch noch einmal neu absperren.“ Die neue Bank könne vom Loitzer Kompetenzzentrum gebaut und in Zusammenarbeit mit dem Bauhof vor Ort montiert werden. Detailfragen werden demnächst geklärt. Auf jeden Fall soll der Wasserwander-Rastplatz auch in dieser Saison für die Gäste wieder attraktiv erscheinen.

Polizei soll mehr kontrollieren

Darüber hinaus rät Frank Baresel, dass die Zerstörung seitens der Stadt bei der Polizei angezeigt wird: „Wenn dieser Schritt nicht erfolgt, bleibt die Polizei ohne Kenntnis darüber, was hier vor Ort passiert ist. Das heißt, es besteht offiziell kein Handlungsbedarf. Weiß die Polizei Bescheid, könnte sie möglicherweise Kontrollen durchführen, öfter mal Streife fahren.“ Baresel hat die Hoffnung, dass das künftig mutwillige Zerstörer abhält, noch einmal so einen Schaden für den Ort anzurichten. Der wolle sich schließlich weiterhin als gast- und touristenfreundlich präsentieren.

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