Unter Bewährung
Vorbestrafter missbraucht wieder Kinder

Der Angeklagte war bereits 2015 wegen Missbrauchs von Kindern zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.
Der Angeklagte war bereits 2015 wegen Missbrauchs von Kindern zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.
Paul Zinken

Der Angeklagte war 2015 zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Jetzt hat er zugegeben, wieder Jungen sexuell misshandelt zu haben. Die Kinder sollen sich gekannt haben.

Ein vorbestrafter Sexualstraftäter hat in einem erneuten Prozess wegen Kindesmissbrauchs gestanden. Nach seiner Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe sei es zu sexuellen Handlungen mit drei Jungen gekommen, gab der 34-Jährige am Dienstag vor dem Berliner Landgericht zu. Die Kinder waren laut Anklage 11 bis 13 Jahre alt. Für die meisten der zehn Taten habe sich der 34-Jährige im Stadtteil Köpenick mit den Geschädigten getroffen.

Der aus Bosnien-Herzegowina stammende Mann war 2015 wegen Missbrauchs von Kindern zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Von Sommer 2016 bis September 2017 war es der Anklage zufolge zu erneuten Taten gekommen. Der Mann habe über soziale Netzwerke den Kontakt zu den Jungen aufgenommen. Teilweise habe er die Kinder nach sexuellen Handlungen mit 20 bis 40 Euro entlohnt.

Der Angeklagte sagte, die Jungen hätten sich untereinander gekannt und sich auch gefreut, „einen erwachsenen Kumpel zu haben, der für sie Schnaps und Zigaretten kauft”. Die Schüler hätten ihm nicht ihr wahres Alter genannt. Er sei davon ausgegangen, dass sie um die 14 Jahre alt waren. Einer der Geschädigten habe von sich aus Sex für Geld angeboten. Der Prozess wird am 4. Oktober fortgesetzt.