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Schafe als Wolfsköder

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Tierschützer von Peta zeigen Schafhalter an

Die Tierschützer werfen dem Schafhalter vor, seine Tiere absichtlich nicht ausreichend vor dem Wolf geschützt zu haben.
Die Tierschützer werfen dem Schafhalter vor, seine Tiere absichtlich nicht ausreichend vor dem Wolf geschützt zu haben.
Privat

Hat ein Tierhalter bei Baruth seine Schafe absichtlich schlecht gesichert, damit Wölfe legal geschossen werden können? Peta hat nun Strafanzeige erstattet.

Die Tierschutzorganisation Peta wirft dem Halter von fünf Schafen, die in der Nähe des brandenburgischen Baruth vom Wolf gerissen wurden, vor, diese Tiere absichtlich als „Wolfsköder“ auf einer Weide platziert zu haben. Wegen vorsätzlicher Tötung der Schafe durch Unterlassen geeigneter Schutzmaßnahmen hat die Tierrechtsorganisation Peta daher nun bei der Staatsanwaltschaft Potsdam Strafanzeige gegen die Jäger erstattet.

„Schon seit geraumer Zeit wurden Wölfe in dem Gebiet beobachtet“, so Christian Arleth, Justiziar bei Peta. „Die Schafe waren selbst nach dem ersten Angriff noch durch einen löchrigen Zaun so schlecht gesichert und auch unterversorgt, dass hier von Vorsatz gesprochen werden muss.“

Verdacht schon im März ausgesprochen

Die Jäger hätten die Voraussetzungen schaffen wollen, um Wölfe nach der Brandenburgischen Wolfsverordnung legal töten zu dürfen. „Das müssen die Behörden verhindern.“

Peta hatte allerdings bereits im März dem Justizministerium und dem Landwirtschaftsministerium mitgeteilt, dass man den Verdacht habe, dass die Schafe einer absichtlichen Wolfsköderung dienten. Damals hatte das Potsdamer Justizministerium erklärt, dass man diesen Verdacht nicht teile.

Kommentare (1)

So sind sie, die Hobbyjäger: feige, hinterhältig und verschlagen. Wer eiskalt auf Lebewesen schiesst, dem sind die Schafe doch nur Mittel zum Zweck gewesen, um endlich mal legal einen Wolf abschiessen zu können. Die Strafanzeige ist gerechtfertigt.