Rechte Netzwerke
Nach Rechtsextremismus-Razzia Tatverdacht gegen 16 Menschen

Nach der Großrazzia gegen rechtsextreme Netzwerke besteht dringender Tatverdacht gegen 16 Menschen.
Nach der Großrazzia gegen rechtsextreme Netzwerke besteht dringender Tatverdacht gegen 16 Menschen.
Michael Helbig

Die Polizei durchsuchte am Mittwoch Objekte in Brandenburg, Berlin, MV und Sachsen. Ein Milieu aus Hooligans, Kampfsportlern und Rechtsextremisten steht im Fokus der Ermittlungen.

Nach der Großrazzia gegen rechtsextreme Netzwerke besteht dringender Tatverdacht gegen 16 Menschen im Raum Cottbus wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung. Das gab Brandenburgs Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke am Donnerstag in Potsdam bekannt.

Nach Angaben von Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) steht ein Milieu aus Hooligans, Kampfsportlern und Rechtsextremisten im Fokus der Ermittlungen. „Die Behörden werden es nicht hinnehmen, wenn sich Personen zusammenrotten und Straftaten begehen”, sagte er. Seit vergangenem Jahr werde gegen 20 Beschuldigte wegen Straftaten wie Körperverletzung oder Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt.

Etwa 410 Polizisten aus mehreren Ländern hatten am Mittwoch 29 Objekte in Brandenburg, zwei in Berlin, je eines in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen durchsucht.