LANDTAGSWAHL

Brandenburgs SPD kann in neuer Umfrage etwas zulegen

Zwölf Tage vor der Landtagswahl geht es langsam aufwärts für die SPD. Die Partei hätte Chancen auf den Spitzenplatz, würde aber trotzdem massiv verlieren.
Der Landtag in Potsdam wird am 1. September neu gewählt.
Der Landtag in Potsdam wird am 1. September neu gewählt. Julian Stähle
Potsdam.

Eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap heizt gut zwei Wochen vor der Landtagswahl in Brandenburg den Wahlkampf-Endspurt an. Der repräsentativen Erhebung im Auftrag der ARD zufolge hat die SPD doch noch Chancen, der AfD ihren Spitzenplatz streitig zu machen.

Die Umfrage, für die in den vergangenen Tagen über 1000 Brandenburger angerufen wurden, sieht SPD und AfD jeweils gleichauf mit 22 Prozent. Die Sozialdemokraten, die 2014 noch auf 31,9 Prozent gekommen waren, würden mithin zwar stärker verlieren als alle anderen Parteien, könnten aber immerhin ihren Status als größte Fraktion im Landtag erhalten. Erst vor wenigen Wochen hatte eine andere Umfrage die SPD nur noch bei 17 Prozent gesehen.

Eher verhaltene Wechsel-Stimmung

Aktuell seien nur 44 Prozent der Befragten mit der Arbeit der rot-roten Landesregierung zufrieden oder sehr zufrieden. 54 Prozent seien weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden. Mit der Arbeit von Ministerpräsident Woidke zeigte sich eine knappe Mehrheit der Befragten von 51 Prozent zufrieden und 36 Prozent unzufrieden. Für Woidke sei dies der niedrigste Wert der laufenden Legislaturperiode.

30 Prozent der Befragten wollten, dass die SPD weiterhin die Regierung führt. Dagegen wünschten 59 Prozent, dass eine andere Partei an die Macht kommt. Mit der Arbeit des CDU-Herausforderers Ingo Senftleben waren 23 Prozent zufrieden. 52 Prozent der Befragten hätten angegeben, Senftleben nicht zu kennen oder seine Arbeit nicht beurteilen zu können.

Koalitions-Suche könnte schwierig werden

Die Umfrage sieht die CDU bei 18 Prozent, die Linke bei 15 Prozent und die Grünen bei 12 Prozent. Die FDP müsste mit 5 Prozent zittern, ob sie den Sprung über die 5-Prozent-Marke schafft, die Freien Wähler hätten mit 4 Prozent nur eine Chance auf einen Einzug in den Landtag, wenn sie mindestens ein Direktmandat holen.

In Brandenburg wird am 1. September gewählt. Der aktuellen Umfrage könnte die Regierungsbildung schwierig werden: Es würde allenfalls knapp für Rot-Rot-Grün (49 Prozent) und definitiv nicht für ein Bündnis aus CDU, Linken und Grünen (45 Prozent) reichen. Für eine Machtoption gegen Amtstinhaber Dietmar Woidke (SPD) müsste CDU-Mann Ingo Senftleben schon ein Vierer-Bündnis mit Linken, Grünen und der FDP schmieden. Bislang regiert seit der Wende ununterbrochen die SPD mit wechselnden Koalitionspartnern.

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