COVID-19

Hamburg ist jetzt Corona-Risikogebiet

Hamburg ist aufgrund gestiegener Corona-Zahlen jetzt ein Risikogebiet. Dabei wurden zuvor bereits die Beschränkungen verschärft. Dennoch gab es viele Verstöße gegen die Sperrstunde.
dpa
Wegen der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen müssen in Hamburg erstmals alle Gaststätten schon um 23 Uhr schli
Wegen der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen müssen in Hamburg erstmals alle Gaststätten schon um 23 Uhr schließen und dürfen erst wieder um 5 Uhr öffnen. Daniel Bockwoldt
Hamburg.

Hamburg hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Die Gesundheitsbehörde gab den Wert für den Stadtstaat am Montag mit 50,6 an. Bund und Länder hatten beschlossen, dass schärfere Regeln greifen müssen, wenn dieser Grenzwert überschritten wird.

Corona-Regeln bereits verschärft

Hamburgs rot-grüner Senat hatte wegen der seit Wochen deutlich steigenden Infektionszahlen bereits am Samstag die Corona-Regeln erheblich verschärft. So gilt seither eine Sperrstunde. Um 23 Uhr müssen alle Gaststätten der Hansestadt schließen und dürfen erst wieder um 5 Uhr am Folgetag öffnen. In diesem Zeitraum darf auch kein Alkohol mehr verkauft werden. Zudem wurde unter anderem die Zahl der Teilnehmer an Privat- und Familienfeiern weiter eingeschränkt.

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Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte noch am Samstag via Twitter an die Menschen appelliert, sich an die Regeln zu halten. „Im Interesse der Kinder in den Kitas & Schulen, der Familien, der älteren Generation, zur Aufrechterhaltung unserer Wirtschaft, zum Schutz unser aller Gesundheit bitte ich Sie dringend: Beachten Sie die Coronaregeln, schützen Sie sich selbst und ihre Mitmenschen!”

150 Verstöße gegen Hamburger Sperrstunde

Nach Angaben der Polizei wurden bei Kontrollen der Sperrstunde fast 150 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Insgesamt blieb die Nacht jedoch vergleichsweise ruhig, wie eine Sprecherin berichtete. Mehr als 300 Örtlichkeiten wurden ihren Angaben nach in der Nacht zu Sonntag kontrolliert. Vier Betriebe mussten geschlossen werden – darunter ein Gastronomiebetrieb in Ottensen. Auch eine Feier in einem Kleingartenverein in Bergedorf wurde abgebrochen.

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Den größten Verstoß stellten Beamte im „Club 25” auf der Reeperbahn fest. Hier waren ihnen zunächst gegen 1.20 Uhr etwa 30 Menschen vor dem Eingang aufgefallen. Kurz darauf trafen sie auf eine Party mit rund 90 Menschen im Kellerbereich des Gebäudes, wie die Sprecherin sagte. Die Feiernden müssen jetzt mit Bußgeldern rechnen.

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