Polizei-Großeinsatz
Fünf Gerichte nach Bombendrohung geräumt

Polizisten sperren die Straße vor dem Landgericht in Magdeburg. Das Gebäude war am Vormittag nach einer Bombendrohung geräumt worden. 
Polizisten sperren die Straße vor dem Landgericht in Magdeburg. Das Gebäude war am Vormittag nach einer Bombendrohung geräumt worden.
Klaus-Dietmar Gabbert

Drohbriefe haben in mehrerem Städten in Deutschland zu Großeinsätzen geführt. Gerichte wurden evakuiert, da Unbekannte Anschläge ankündigten.

Am Justizzentrum Potsdam ist am Freitagvormittag eine Bombendrohung eingegangen. Wie die Polizei mitteilte, wurden daraufhin rund 200 Menschen aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht. Nach der Evakuierung suchte die Polizei unter anderem mit einem Sprengstoffspürhund nach einer möglichen Bombe. Der Bereich vor dem Justizgebäude wurde abgesperrt. In mehreren deutschen Städten wurden am Freitag Landgerichte evakuiert, nachdem per E-Mail eine Bombendrohung eingegangen war.

Erneut hat es an einem Landgericht in Schleswig-Holstein eine Bombendrohung gegeben, diesmal in Kiel. Sie ging in der Nacht zu Freitag beim Gericht ein, wie ein Polizeisprecher sagte. Beamte seien mit Sprengstoffsuchhunden im Gebäude unterwegs. Die Polizei gehe aber nicht davon aus, dort eine Bombe zu finden. Der Schützenwall war am Morgen zunächst stadteinwärts gesperrt.

Suche nach verdächtigen Gegenständen

In den vergangenen Wochen hatten bereits Bombendrohungen an anderen Landgerichten in Schleswig-Holstein die Einsatzkräfte beschäftigt. Bei keinem der Vorfälle waren verdächtige Gegenstände gefunden worden. Auch im thüringischen Erfurt wurde am Freitagmorgen nach einer Bombendrohung das Landgericht evakuiert. Die Drohung sei per Mail eingegangen, teilte die Polizei in Erfurt mit. Das Gleiche passierte in Magdeburg und in Wiesbaden. Auch dort wurden die Gerichte durch Polizisten geräumt.

Nach Angaben der Polizei in Magdeburg wurde in der Mail mit einem Anschlag auf bundesweiter Ebene gedroht. Der Absender sei anonym, hieß es weiter.  Die Polizei Brandenburg schrieb bei Twitter, es handele in den anderen Bundesländern ersten Erkenntnissen zufolge um "gleichlautende Schreiben".