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Larissa, halt die Klappe!

Dschungelcamp, Tag 1: Michael Wendler und Larissa Marolt müssen in der ersten Dschungelprüfung Phobien überwinden. Dabei stellt sich das Plappermaul des weiblichen Topmodells als wahre Herausforderung heraus.
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Dschungelprüfung
Larissa hat es sich gemütlich gemacht und kann Michael in aller Ruhe anfeuern, weil sie schon längst aufgegeben hat und den Sänger die Arbeit machen lässt. RTL/Stefan Menne
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Larissa dem Herzkasper nahe. RTL/Stefan Menne

Es sollen doch tatsächlich elf Kandidaten sein, die RTL dieses Mal im wahrsten Wortsinn per Helikopter über dem australische Dschungel abwirft. Doch der Zuschauer bemerkt sie kaum. Wo sind sie? Vor allem: Wer sind sie? Der Großteil bleibt einfach blass, hat kaum etwas zu sagen. Nur zwei spielen sich in den Vordergrund. Und man muss gar nicht lange raten: Michael Wendler, der von vornherein als Unsympath die Reise antritt, und Larissa Marolt, das Model, bei dem man sich fragt, wieso sie je die Nummer eins bei "Austrias  Next Topmodel" machen konnte. Sie sieht zerzaust, fahl und recht wenig ladylike aus. Vom Benehmen mag man eigentlich gar nicht reden. Muss man aber, weil sie sich so herrlich bescheuert, plump und tumb gibt. Zudem scheint sie zu glauben, dass sie locker das Dschungelcamp gewinnt, wenn sie Joey Heindle aus dem vergangenen Jahr nacheifert. Der glaubte tatsächlich, dass die RTL-Show irgendwo in einem Studio in Köln gedreht wird. Die gleiche Masche zieht nun Larissa durch. 

 

Allerdings gibt es einen gravierenden Unterschied: Joey, diesem süßen Jungen, nahm man das Unbedarfte, Weltfremde ab. Larissa hingegen ist lediglich eine schlechte Schauspielerin.

 

Im Klartext: Das Dschungelcamp hat an diesem Freitagabend gerade einmal eine Stunde auf dem Buckel und der Zuschauer möchte sich am liebsten Stöpsel in die Ohren stecken, wenn die 21-Jährige den Mund aufmacht. Nur heiße Luft, nur Geblubber, nur nervig.

 

Der 68-jährige Winfried Glatzeder kann einem wirklich leidtun. "Eigentlich hab ich jetzt schon Kopfschmerzen", klagt er verständlicherweise. Oder noch drastischer und viel treffender bringen die Ober-Lästerschwestern Sonja Zietlow und Daniel Hartwich das Ganze auf den Punkt: "Larissa, die schönste Hohlraumversiegelung." Autsch!

 

Aber wirklich, wenn das die kommenden 16 Tage so weitergeht, dann findet sich die angebliche Laufstegschönheit in jeder Prüfung wieder, klagt und zetert über die Ungerechtigkeit und ziert sich, sich in den Schleim zu werfen und das stinkende, Jahre alte, fermentierte Ei zu essen. Die Madame ist sich eben für alles zu fein. Beziehungsweise sie besitzt alle Phobien, auf die sie Zietlow und Hartwich in der ersten Ausgabe prüfen:

1. Angst vor Spinnen (Arachnophobie), 2. Angst vor engen Räumen (Claustrophobie) und Reptilien (Herpetophobie), 3. Angst vor - Achtung, Witz auf RTL-Niveau - Vögeln (Ornithophobie), 4. Angst vor Dunkelheit (Achluophobie) und vor dem Ersticken (Pnigophobie), 5. Angst vor Dreck (Automysophobie), 6. Angst vor dem Erbrechen (Emetophobie).

Am Ende gibt es acht Sterne für die Truppe. Allerdings nur, weil Larissa den Wendler an der Seite hat, der sich entgegen aller Vorahnungen doch nicht so etepetete anstellt wie gedacht.

Das Fazit der ersten Sendung spricht Jochen Bendel: "Larissa ist wie Fukushima. Da laufen einfach die Brennstäbe heiß." Wie recht er doch hat. Wendler lebt hingegen nach dem Motto "Ist der Ruf erst ruiniert…" Er meint, schlimmer könne es ja nicht mehr kommen. Der Zuschauer ist klüger und weiß aus den vergangenen Jahren, dass das Dschungelcamp auch das schafft.

Fortsetzung folgt. Natürlich mit Larissa in der zweiten Dschungelprüfung.

 
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