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Der Wendler ist raus

Dschungelcamp, Tag 4: Der erste Kandidat macht schlapp, brüllt den alles entscheidenden Satz "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus". Und das aus nichtigen Gründen. Wie langweilig ist das denn?
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Dschungelcamp
Nach gerade einmal vier Tagen hat Michael Wendler die Schnauze voll vom Dschungel und zieht aus. RTL
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Larissa kämpft sich durch Schleim, Dreck und Getier zu den Sternen vor. RTL
Dschungelprüfung
Larissa sieht durch die Dschungelprüfung aus wie ein gerupftes Huhn. RTL

Der Wendler ist topfit, ohne körperliche Gebrechen. Sein einziges Manko ist der Sprechdurchfall, gepaart mit seiner unsympathischen Art. Doch das genügt nicht, um von Dschungelprüfungen ausgeschlossen zu werden. Deshalb muss er sie erst recht absolvieren. Dennoch kann die Schlagernervensäge nicht für die nächste Herausforderung gewählt werden. Dementsprechend groß sind die Tuscheleien und Vermutungen. Erst eine knappe Stunde später zeigt sich am Montagabend, was sich da im Hintergrund abspielte. Der 41-Jährige entschied sich schon längst dazu, die RTL-Sendung zu verlassen. Ausgerechnet der harte Hund, der Macho, der Angeber, der Proll.

Das ist eine lächerliche Bilanz von Michael Wendler: eine Dschungelprüfung mit einer Spinne im Mund, vier Tage im Urwald und jetzt keinen Bock mehr beziehungsweise zu viel Hunger, der ihn aus dem Camp treibt. Eventuell spult die Kunstfigur Wendler eine bis ins Details kalkulierte Rolle ab, die in Stichworten so lautet: Einzug mit viel Getöse, ein paar gespielte Tränchen und Wehklagen, dass ihn ja sowieso jeder missversteht, vor allem natürlich die böse, böse Presse, viel Gemosere und dann schneller Auszug, um die volle Aufmerksamkeit zu erheischen und mit einem leicht veränderten Profil auf der Bühne und bei seinen Fans eine zweite Chance zu bekommen.

Die Überlegungen könnten allerdings fehlschlagen. In dieser Woche bringt der Sänger eine Platte heraus. Alles mutet viel zu durchschaubar an, der wahre Wendler kam in den vergangenen Tagen keinen Deut zum Vorschein. Der Sänger bleibt ein Unsympath. Nicht nur Corinna Drews und Winfried Glatzeder ist er  zuwider geblieben. "Dann hol' Dir eben Deine Schlagzeilen ab", knattern sie trotzig los.

Trotz dieser kurzzeitigen Aufregung bleibt eine auch am vierten Tag im Fokus: Aber klar doch - Larissa, das völlig wirre Küken. Camp-Opi Glatzeder meint nur: "Die ist ein Fall fürs betreute Wohnen." Und nichts anderes ist "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus". Die Betreuer haben sogar noch einen gewissen Bekanntheitsgrad. Was will man mehr? Oh, manch einer wüsste da gleiche eine Antwort: Ruhe, Ruhe, Ruhe nach einem erfüllten und stressigen Leben und nicht so viel aus dem Nichts aufgebauschter Roter-Teppich-Trubel.

Doch Ruhe gibt's mit einer Bewohnerin namens Larissa gewiss nicht. Wie ein aufgescheuchtes Huhn rennt sie durchs Camp und ist anscheinend nur mit Zigaretten zu beruhigen. Jedenfalls sieht sie der Zuschauer beinahe ständig rauchen und von ihren Kameraden Kippen schnorren, wenn sie nicht gerade Dschungelprüfungen absolviert. Dieses Mal heißt ihre Herausforderung "Fahr zur Hölle". Ein Befehl, den der ein oder andere bei ihr zu gerne wörtlich nehmen würde. Am Ende bekommt sie zwischen Schleim, Dreck und Getier lediglich drei Sterne zu fassen. Ein mageres Ergebnis. Aber von nun an müssen ja nur noch zehn Kandidaten genügend zu Essen bekommen. Und morgen hat Larissa mit Melanie die Chance, alles besser zu machen. Es ist dann schon die fünfte Dschungelprüfung in Folge für die 21-Jährige. Wenigstens hierbei könnte sie einsame Spitze werden. Immerhin. 

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