BÜRGERDIALOG

Wie stellen sich die Anklamer das neue Peeneufer vor?

Schlichte Liegewiesen oder schicke Geschäfte? Ein Masterplan soll die Richtung vorgeben, wie sich die Stadt Anklam künftig entlang der Peene entwickelt.
Das Anklamer Peeneufer bietet reichlich Potenzial, das bisher aber nur wenig genutzt wird. Ein Masterplan soll die Möglichkeiten ausloten.
Das Anklamer Peeneufer bietet reichlich Potenzial, das bisher aber nur wenig genutzt wird. Ein Masterplan soll die Möglichkeiten ausloten. Anne-Marie Maaß
Anklam.

Welche Rolle soll die Peene künftig für Anklam spielen? Wie kann sich die Stadt entlang des Flusses entwickeln? Und was können die Anklamer dazu beitragen? Um diese und andere Fragen soll es heute Abend beim Bürgerdialog ab 18 Uhr in der Käthe-Kollwitz-Schule gehen.

Denn die Hansestadt beabsichtigt die Aufstellung eines Masterplans für die Bereiche südlich und nördlich der Peene, um die Stadtentwicklung am Fluss für die kommenden Jahre vorzubereiten. Der Masterplan selbst soll zwar durch erfahrene Planer erarbeitet werden. Doch wohin die Reise geht, dabei sollen auch die Bürger ein Wörtchen mitzureden haben.

Und so hatte auch der Nordkurier vorab schon mal dazu aufgerufen, Ideen für die Peene und die anliegenden Bereiche zu äußeren. „Boote und Schiffe im Hafen – ob historische Kutter, von denen Fisch verkauft wird, moderne Sportboote oder schnittige Segler. Gleich neben den attraktiven Liegeplätzen eine schicke Bebauung mit Wohnungen, Geschäften und Gastronomie“, so zum Beispiel können sich Antje und Carsten Enke die Zukunft an der Peene vorstellen. So entstehe eine Flaniermeile für Einheimische und Gäste, die Anklam zusammen mit Innenstadt und Ikareum zu einem echten Anziehungspunkt machen und die Wirtschaft ankurbeln würde. In einem Brief an die Fraktionen der Anklamer Stadtvertretung haben die beiden Unternehmer (Bootswerft und Abenteuer Flusslandschaft) aber auch schon angeregt, dass im Zuge eines Masterplans auch das Gelände des Binnenhafens, das ihrem Betriebsgelände direkt gegenüberliegt, touristisch beplant werden sollte.

Wunsch nach Natur und Erholung

Ganz andere Vorstellungen hat Gerlinde Ladwig. Ihrer Ansicht nach könnten die Planer „den Stift gleich stecken lassen“. Sie wünscht sich eine unverbaute Uferpromenade. Nachdem das schönste Stück der Peene mit der Autobrücke bereits dem Usedom-Tourismus geopfert wurde, sollte der verbliebene Teil zur Erholung erhalten bleiben.

Zum Beispiel in Form von Spielplätzen und Liegewiesen. Getränke und Speisen wie Kaffee oder Fisch könnten auf Booten angeboten werden, weitere Gastronomie sollte den Charakter von Gartenlokalen haben. „Vielleicht ist es möglich, den Fluss wieder als solchen wahrzunehmen und in unser Leben einzubinden“, hofft sie.

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