ENTSCHEIDUNG STEHT NOCH AUS

Veranstalter bangen um Anklamer Trabi-Treffen

Über ein Vierteljahrhundert hat der „Trabbi Buggy Club“ jedes Jahr Tausende internationale Gäste auf den Anklamer Flugplatz gelockt. Jetzt, zum 26. Treffen, ziehen jedoch dunkle Wolken auf – bedroht die Corona-Krise auch diese Veranstaltung?
Die Trabi-Leute hoffen darauf, ihr Treffen auch in diesem Jahr durchführen zu können, wollen aber klare Ansagen von
Die Trabi-Leute hoffen darauf, ihr Treffen auch in diesem Jahr durchführen zu können, wollen aber klare Ansagen von den zuständigen Behörden. Weronika Janusz
Anklam.

Zum 26. Mal steht in diesem Jahr das Anklamer Trabi-Treffen an. Traditionell findet die internationale Veranstaltung auf dem Anklamer Flugplatz am Himmelfahrts-Wochenende statt – also vom 20. bis zum 24. Mai. Noch nicht einmal mehr zwei Monate vor dem Treffen scheint die Zukunft jedoch offen. Das Corona-Virus und die derzeit massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben treiben Vereinschef Jens Rüberg tiefe Sorgenfalten auf die Stirn.

Eigentlich wäre jetzt die Feinplanung dran

Hinter ihm liegen bereits Monate der Planung. Eigentlich würde der „Trabbi Buggy Club“ jetzt mit den Feinabstimmungen beginnen. Die meisten Verträge sind längst gemacht. „Das ist auch logistisch eine Großveranstaltung mit internationalen Gästen, die aus ganz Europa anreisen“, sagt Rüberg. Doch ist solch ein großes Fest mit Tausenden Trabi-Fans, die auf dem Areal zelten, nun überhaupt noch denkbar, oder ist die Krise bis dahin vielleicht schon so weit überwunden, dass es möglich ist?

„Wir brauchen Klarheit!”

Die Hoffnung darauf wollen „die Trabbis“ nicht aufgeben. „Wir wollen das Treffen natürlich durchführen“, sagt der Vereinschef. Ob es dafür aber auch grünes Licht von den Ordnungsbehörden gibt und, wenn ja, unter welchen Auflagen, ist indes immer noch offen. Gespräche mit der Stadt soll es in der kommenden Woche geben. „Wir brauchen Klarheit – und das auch schon mit einem gewissen Vorlauf. Eine Absage kurz vor dem Treffen wäre der Genickbruch für uns als Verein und auch für die Traditionsveranstaltung“, macht Rüberg deutlich. Er fordert deshalb klare Regeln für alle künftigen Veranstaltungen in der Stadt.

Dieses Jahr sollte es ein paar Neuerungen geben

Den „Trabbi Buggy Club“ trifft die Unsicherheit zudem gleich in mehrfacher Hinsicht. Denn die Vereinsleute wollten in diesem Jahr auch nach einem Vierteljahrhundert neue Wege gehen: Um das Treffen zu unterstützen, sollte es zum ersten Mal am Wochenende zuvor den ersten „Anklamer Airport Dance Day“ mit namhaften DJs geben. So soll auch das jüngere Publikum angelockt werden. Die Logistik für die Techno-Party wollten der Festwirt und der Veranstalter sponsern, die auch beim Trabi-Treffen mit dabei sind. Zudem steht am ersten Mai-Wochenende ja auch noch die „Simson- und MZ-Ausfahrt“ bevor. Aus dem Anklamer Rathaus heißt es, dass man auch bei diesen schwierigen Entscheidungen den Verein unterstützen will – wie diese Unterstützung genau ausfallen, wird sich zeigen.

 

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