REPARATUR NÖTIG

Stolper Fähre sucht Geldgeber über Crowd-Funding

Um den Fährbetrieb in Stolpe zu sichern, muss Hand angelegt werden: Gleich mehrere Auflagen der Behörden gilt es zu erfüllen. Das kostet Zeit, Nerven und Geld.
Anne-Marie Maaß Anne-Marie Maaß
Derzeit liegt die Fähre beim Anklamer Seesportclub an Land und wird repariert.
Derzeit liegt die Fähre beim Anklamer Seesportclub an Land und wird repariert. Anne-Marie Maaß
Anklam.

Zum Saisonstart an den Osterfeiertagen soll die Stolper Fähre wieder Touristen und Einheimische sicher zwischen Stolpe und Stolpmühl über die Peene schippern. Bis es so weit ist, gibt es allerdings noch einiges zu tun. Das offenbarte sich nicht zuletzt am Freitagvormittag als Handwerker Bernd Gladrow mit dem Kuhfuß an der Beplankung der Fähre Hand anlegte. Derzeit liegt das Gefährt nämlich nicht im Wasser, sondern zur Reparatur an Land beim Anklamer Seesportclub.

Die Stolper Fähre stand im vergangenen Jahr immer wieder im Visier der zuständigen Behörden, die zahlreiche Anforderung an die Personenbeförderung über die Bundeswasserstraße stellten. Der Nordkurier berichtete. All diesen Auflagen nun gerecht zu werden, um die Fähre weiter betreiben zu können, ist für die Gemeinde ein enormer finanzieller Aufwand: Rund 10 000 Euro seien notwendig, um den Betrieb wieder komplett in sichere Fahrwasser zu bringen. Gut die Hälfte, also 5000 Euro, seien unbedingt notwendig, um die drängendsten Umrüstungen und Instandhaltungsmaßnahmen zu erledigen, bilanziert Stolpes Bürgermeister Marcel Falk.

Freifahrten für Spenden

Die Mängelliste, die durch die Hauptuntersuchung festgestellt wurde, umfasst gleich mehrere Punkte: So fehlt der Fähre ein Nachweis der Traglast, ebenso steht ein Prüfbericht des Bodens und der Kette aus. Außerdem müsse um den Motor zwingenden ein Motorengehäuse gebaut werden. Zu guter Letzt muss Stolpe dann noch eine geprüfte Stabilitätsberechnung vorweisen können. Und all das kostet eben richtig Geld, vor allem bei der klammen Kasse der Kommune helfe da jede Beteiligung von außen, so der Bürgermeister.

Wie das funktionieren soll? „Crowd-Funding“, sagt Marcel Falk. Über eine Internetplattform der Sparkassen wirbt Stolpe gerade um finanzielle Unterstützung für die Arbeiten an der Fähre. Wer sich in entsprechender Höhe beteiligt, dem Winken Freifahrten über die Peene bis hin zu einem kostenlosen Jahresabo für die Fährfahrt – allerdings auch nur gegen zuvor gespendete 1000 Euro. Doch auch Kleinstbeträge würden den Stolpern helfen, ihr Mindestziel schon einmal zu erreichen.

Bislang sieht es dafür recht gut aus: Rund 50 Tage läuft die Aktion noch. Fünf Spender haben sich schon gefunden, die teilweise eine ordentliche Summe für den Erhalt der Fähre aufgebracht haben müssen. 3300 Euro sind bereits zugesichert – und somit allein 66 Prozent der „Spendenschallmauer“, wie Marcel Falk sie nennt, erreicht. Dementsprechend blickt er auch durchaus erwartungsvoll den kommenden Wochen bis zum erhofften Saisonstart entgegen. Mehr Informationen zu der Aktion gibt es unter www.99funken.de/personenfaehre-in-stolpe-an-der-peene.

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