STRAßENBEGEHUNG AN DER B199

Mehr Sicherheit für Tramstower Straße gefordert

Seit Monaten ist eine Tramstowerin genervt vom Verkehrsaufkommen auf der Straße vor ihrem Grundstück. Einige Maßnahmen sind nun in Sicht.
Bei einem Vor-Ort-Termin in Tramstow haben sich Vertreter verschiedener Behörden ein Bild gemacht.
Bei einem Vor-Ort-Termin in Tramstow haben sich Vertreter verschiedener Behörden ein Bild gemacht. Matthias Diekhoff
Tramstow.

Es ist vielleicht noch nicht das, was Irina Weihrich wollte, aber „es ist ein Anfang“, zeigt sich die Tramstowerin nicht unzufrieden. Schon seit einigen Monaten kämpft sie dafür, dass die Raserei auf der Gemeindestraße, an der ihr Grundstück liegt, endlich aufhört. Am Dienstag nun waren unter anderem Vertreter der Kreisverwaltung, des Amtes Anklam-Land, des Kreistages und der Straßenmeisterei vor Ort, um sich selbst ein Urteil zu bilden. Laut Irina Weihrich nämlich sind auf der schmalen Straße nicht nur zu schnelle, sondern auch zu viele und zu schwere Fahrzeuge unterwegs. Kinder würden angehupt, damit sie von der Straße gehen, sie selbst wäre einmal fast schon überfahren worden, so Weihrich.

Bei einer Messung im vergangenen Jahr wurden dann zwischen dem 23. und 28. November insgesamt 763 Fahrzeuge gezählt, was nach Ansicht von Fachleuten allerdings nicht all zu viel sei. Dennoch wird es voraussichtlich Veränderungen geben. Wie es beim Vor-Ort-Termin hieß, könne zunächst das Ortseingangsschild ein gutes Stück weiter zur Ortsmitte hin versetzt werden. Bisher befindet es sich noch fast an der Bundesstraße B199, um die Kraftfahrer darauf hinzuweisen, dass sie sich in einer Ortschaft befinden. Zusätzlich kämen zwei Verkehrsschilder „Achtung, Kinder“ infrage. Zudem soll es eine weitere Geschwindigkeitsmessung geben, da die erste in einer Kurve stattfand und daher nach Ansicht von Irina Weihrich nicht besonders aussagekräftig war.

Schlafende Polizisten im Gespräch

Auch eine Tonnage-Begrenzung auf 7,5 Tonnen sei möglich. Dafür müsste die Gemeinde bei der Kreisverwaltung allerdings eine sogenannte Teileinziehung für die Straße beantragten. Wenn der Landrat grünes Licht gibt, könnten die entsprechenden Schilder aufgestellt werden. Dafür sei zunächst aber ein Beschluss der Gemeindevertretung notwendig. Im Gespräch waren aber auch „schlafende Polizisten“, also Erhebungen in der Straße, die zur Verkehrsberuhigung beitragen sollen.

Eine Ursache für das hohe Verkehrsaufkommen in der schmalen Straße ist der desolate Zustand der Kreisstraße 62, die von der B199 über Tramstow nach Medow und weiter nach Krien führt, da Kraftfahrer nun die vergleichsweise passable Gemeindestraße als Ausweichstrecke nutzen. Auf diesem Stück der Kreisstraße wird in absehbarer Zeit zwar nichts passieren, dafür beginnen am kommenden Montag auf dem Stück von Krien Richtung Medow auf einer Länge von 1200 Metern Sanierungsarbeiten. Dafür werde die Straße halbseitig gesperrt, informiert die Kreisverwaltung, lediglich für vier Tage soll es eine Vollsperrung geben.

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