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Brand bei Gellendin

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Feuerwehr gibt Löschversuche nach Stunden auf

Vollen Einsatz verlangte der Brand einer großen Strohmiete von der Anklamer Feuerwehr.
Vollen Einsatz verlangte der Brand einer großen Strohmiete von der Anklamer Feuerwehr.
Jürgen Mladek

Heißer Einsatz für Anklams Feuerwehr: Beim Strohmietenbrand nahe Gellendin gaben die Retter nach weit über zwölf Stunden auf. Da war einfach nichts zu machen.

Bis in die Mittagsstunden waren die Anklamer Feuerwehrleute am Freitag mit dem Strohbrand bei Gellendin beschäftigt. Eine ganze Strohmiete von rund 700 gepressten Quadern war dort am Donnerstagabend in Flammen aufgegangen.

Gegen 13.30 Uhr schien der Brand dann am Freitag endlich gelöscht zu sein. Doch die Entwarnung hielt nicht lange, eine gute Stunde später ging es wieder mit Sirenen zum Brandort.

+++ Bei Nordkurier.tv können Sie sich ein Video von dem Brand ansehen.+++

„Wir lassen es jetzt kontrolliert abbrennen“, lautete dann der Entschluss von Wehrführer Heiko Laß. Bei sengender Sonne und gleichzeitig andauerndem Wind, der die Glutnester immer wieder entfachte, gaben die Kameraden schließlich die Löschversuche auf.

Straße gesperrt

Die Straße zwischen der B197 und Gellendin wurde kurzerhand komplett gesperrt. Das qualmende Stroh wurde von der Anklamer Agrar AG abgesichert.

Für deren Chef Detlef Stark ist der Brand natürlich sehr ärgerlich. Rund 14.000 Euro Schaden sind dadurch entstanden, schätzt die Polizei. Für die Versorgung der Tiere des Betriebes sollten die Vorräte bis zur neuen Ernte aber trotzdem reichen, schätzt der Landwirt ein.

Die Polizei geht derweil durch die Nähe der Strohmiete zur Straße von fahrlässiger Brandstiftung aus. Bei der derzeitigen Trockenheit reiche ein Zigarettenstummel oder auch nur unachtsam weggeworfenes Glas aus, so Polizeisprecher Axel Falkenberg.

Brände bei Trockenheit verhindern

Er mahnt gleichzeitig die Bevölkerung, noch mehr Vorsicht walten zu lassen. Eine so lange andauernde Trockenzeit habe es in Vorpommern seit längerer Zeit nicht geben. Dementsprechend sollten Warnungen zur Vermeidung von Wald- und Flächenbränden erst genommen werden. Das gelte auch beim Befahren von trockenen Waldwegen und besonders, wenn das warme Auto auf trockenem Gras geparkt wird.

Auch Gärtnern rät die Polizei nach dem Rasenmähen ein wachsames Auge auf den Grünschnitthaufen zu werfen. Ähnlich wie beim Heu könne es dort zu einer Selbstentzündung kommen.

Kommentare (1)

waren umsonst. Eine glimmende Strohmiete ist bei dieser Trockenheit praktisch nicht zu löschen.